Volatilitätsprämie als Indikator für Asset-Preise
Eine aktuelle Research-Arbeit von Hao Zhou vom Federal Reserve Board untersucht die Differenz von impliziter und erwarteter Volatilität von Optionen. Diese sei ein Maß für die Varianz-Risikoprämie bzw. ein Maß für makröokonomische Unsicherheit. Die Autoren stellen fest, dass sich anhand des Varianz-Spreads eine signifikante Vorhersagbarkeit für kurzfristige Aktien- und Anleihenrenditen sowie für Credit Spreads ergibt. Die Vorhersagbarkeit hält vom ersten bis zum vierten Prognosemonat an und stirbt dann langsam aus.
Quelle: Zhou (2009)
Im Zusammenspiel mit anderen Asset-Pricing-Indikatoren wie P/E-Ratio, Forward Spread und Short Rate steigt die Qualität der Vorhersagen zusätzlich oder bleibt konstant. Die Autoren sehen darin den Beweis von kurzfristigen Parallelbewegungen von Asset-Preisen in verschiedenen Asset-Klassen. Gleichzeitig lassen sich anhand des entwickelten Modells Schiefe und Kurtosis der Varianzprämie quantitativ replizieren.
Quelle: Zhou (2009)
Mit seiner Arbeit leistet Hao Zhou nach eigenen Angaben einen Aufklärungsbeitrag zum Equity Premium Puzzle und zur Bond Rsk Premia. Die Ergebnisse sind zudem konsistent mit aktuellen nutzenbasierten Asset-Pricing-Ansätzen.