Dynamische Marktbedingungen für Private Equity
Die Stimmung unter Private-Equity-Investoren hat sich durch die Finanzkrise nicht eingetrübt, Erwartungen und Einschätzungen sind weitgehend konstant zum Vorkrisenniveau geblieben. Dies geht aus einer aktuellen Studie von Mergermarket hervor, für die 75 nordamerikanische Senior-Private-Equity-Manager zu iher Einschätzung befragt wurden. So haben sich bspw. die bevorzugten Exit-Strategien von Managern kaum verändert, trotz der schlechten Finanzierungsbedingungen geben immer noch 82% Leveraged Buyouts als besten Exit an, verglichen mit 85% vor der Finanzkrise. Auch bei den Renditen sind die Manager zuversichtlich, 59% streben Renditen von mehr als 25% an, weiter 26% zwischen 20% und 24%. 24% erwarten hier sogar höhere Renditen, weitere 61% gleich hohe Renditen wie vor der Krise.
Quelle: Mergermarkets
Trotzdem gehen 69% von einer möglichen Restrukturierung von Potrfoliobestandteilen aus. Interessant ist weiterhin, dass rund drei Viertel der Befragten mit signifikantem Fremdkapitaleinsatz (26% bis über 75%) bei ihren Investitionen in 2010 rechnen. Alternative Finanzierungsmethoden werden aufgrund der Kapitalmarktsituation allerdings vermehrt genutzt. So wollen 44% der Umfrageteilnehmer Seller Paper, 29% Rollover-Equity und 27% Earn-Outs zur Kapitalbeschaffung 2010 einsetzen.
Quelle: Mergermarkets
Der Sektorfokus der Manager ist stabil, lediglich 4% gaben eine geplante Neuausrichtung an. Die Branche in Nordamerika zeigt sich insgesamt also optimistisch über die kurz- und mittelfristige Entwicklung ihrer Investments.