08.09.2014 | Märkte

Verwaltetes Vermögen der Asset Manager auf Rekordniveau

Im vergangenen Jahr legten die Assets under Management der Vermögensverwalter um 13 % zu und erreichten den Rekordwert von 68,7 Billionen US-Dollar, zeigt eine Studie der Boston Consulting Group. Damit verzeichnete die Branche das stärkste Wachstum seit Beginn der Finanzkrise. Ein großer Teil dieses Wachstums geht allerdings auf steigende Aktienkurse zurück. Die tatsächlichen Neuzuflüsse lagen bei lediglich 1,6 %. Dabei unterschiedet sich die Höhe des Wachstums stark in den jeweiligen Regionen: Während sowohl in Nordamerika als auch im Mittleren Osten/Afrika und Asien das Wachstum der Assets under Management zweistellig war, kletterten sie in Europa und Lateinamerika nur um 7 bzw. 8 %. Insgesamt stieg die operative Marge der Asset Manager um zwei Prozentpunkte auf 39 %, im Wesentlichen getrieben durch andauernde Kostenreduktionen; somit verdiente die Branche insgesamt 93 Mrd. US-Dollar.


Quelle: BCG

BCG hat fünf Trendfelder identifiziert, die die Vermögensverwalter in der Zukunft stark prägen werden. An erster Stelle steht die zunehmend schärfere Regulierung der Branche, die zudem schneller in die laufenden Prozesse implementiert werden muss, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Weitere Themen sind Digitalisierung und Datenmanagement sowie die Globalisierung und damit einhergehend neue Wettbewerber, vor allem im Bereich alternativer Assets. Das niedrige Zinsniveau hat darüber hinaus die Nachfrage von Investoren nach alternativen Assets und Strategien, darunter auch Multi-Asset-Lösungen und passive Produkte, ansteigen lassen. Anbieter, die sich ausschließlich auf die traditionellen Felder fokussieren, könnten unter Druck geraten.


Quelle: BCG

Daher sollten die Asset Manager ihre Geschäftsmodelle an diese Entwicklungen anpassen, sie dabei aber in die langfristige Strategie bzw. Vision des Unternehmens einbetten. Im Gegensatz zu einer stückweisen Veränderung von Prozessen, erlaubt ein solches strategisches Gesamtkonzept die schnellere Anpassung an neue Produkte und Marktbewegungen, höhere Kundenzufriedenheit durch gesteigerte Transparenz, besseres Risikomanagement durch das stabilere operative Umfeld und eine langfristig höhere Kosteneffizienz.

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