06.10.2020 | Märkte

Verwahrung von Krypto-Assets

Die technischen und operativen Herausforderungen für die Verwahrung, die Sicherheit und den Handel von Krypto-Assets erschweren vor allem institutionellen Investoren den Einstieg in diesen Markt. KPMG stellt in einer Studie verschiedene Möglichkeiten der Verwahrung vor sowie vier Bausteine, die Krypto-Custodians beachten müssen, um für institutionelle Investoren in Frage zu kommen.

Das Eigentums- und Kontroll-Modell von Krypto-Assets unterscheidet sich grundlegend von dem, traditioneller finanzieller Vermögenswerte, daher müssen Krypto-Assets auch auf andere Weise verwahrt werden. In einem Blockchain Network liegt die Kontrolle über ein Krypto-Asset beim Inhaber eines kryptografischen privaten Keys. Der wird verwendet, um eine öffentliche Key-Wallet-Adresse zu entsperren, mit der Transaktionen durchgeführt werden können.


Quelle: KPMG

Es gibt bis dato drei Arten der Verwahrung von Krypto-Assets.
1.) Qualifizierte Custodians bieten vollumfänglichen Service rund um die Verwahrung und das Management von Krypto-Assets. Dazu gehört auch die Kontrolle über private Keys sowie die Berichterstattung.
2.) Viele Krypto-Börsen stellen digitale Wallets zum sicheren Verwahren und Handeln der Krypto-Assets zur Verfügung.
3.) Self-Custody-Lösungen sind Software- und Hardwarelösungen, die es ermöglichen, Krypto-Assets zu speichern. Die Besitzer haben die vollständige Kontrolle und Verantwortung über ihre Krypto-Assets. Da keine Intermediäre involviert sind und es auch keine zentrale Autorität auf dem Krypto-Markt gibt, können verlorene Krypto-Assets (bspw. im Falle eines Hackerangriffs) nicht zurückgeholt werden.

Zu den vier Bausteinen zählt die next-Gen-Sicherheit und Resilienz. Da Transaktionen, die auf öffentlichen Blockchains ausgeführt werden, endgültig sind, ist das Risiko des Asset-Verlusts sehr groß. So müssen Krypto-Custodians Sicherheitssysteme implementieren, die die Geschwindigkeit der Transaktionsverarbeitung nicht kompromittieren. Zu diesen gehören bspw. Tiered-Wallets mit kryptografischen Mechanismen. Auch sehen sich Custodians mit großen regulatorischen Herausforderungen wie die Richtlinien zur Geldwäschebekämpfungs- und Know-Your-Customer-Vorschriften konfrontiert. Im Hinblick auf den nicht vollständig regulierten und intransparenten Krypto-Markt ist Vertrauen in Custodians und andere Drittanbieter ein Wesentlicher Faktor und damit der dritte genannte Baustein. Der vierte ist das Angebot von Custodians von zusätzlichen Diensten wie Fondsverwaltung oder Steuerberichterstattung.


Quelle: KPMG


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