22.10.2009 | Studie

Versicherungsunternehmen setzen mehr auf Private Equity

Eine aktuelle Umfrage von Preqin unter Versicherungsunternehmen weltweit zeigt, dass diese mehr als erwartet und von der Finanzkrise unbeeindruckt in Private Equity investieren. Die Befragung unter 75 Versicherern ergab, dass der Anteil von Private Equity an der Asset Allocation mit 3,7% zwar gering, jedoch signifikant sei. Auch planen 37,1%, ihre Private-Equity-Aktivitäten auszuweiten, 53,2% sie bei zu behalten. Dies liegt auch daran, dass aufgrund von Wertverschiebungen in Portfolios, ausgelöst durch die Finanzkrise, 55% der Versicherungsunternehmen unterhalb ihrer Zielallokation liegen.


Quelle: Preqin

Neue Investitionen sollen überwiegend in 2010 und 2011 erfolgen, wobei verstärkt Due Diligence und Monitoring der Manager zum Einsatz kommen soll. Viele Versicherer hätten derzeit außerdem ausgereizte Risikobudgets, da das operative Geschäft durch die Finanzkrise riskanter geworden sei. Bei der Art der Investitionen rücken Distressed, Secondaries und Mezzanine deutlich mehr in der Vordergrund, als dies vor der Krise der Fall war. Diesen Krisenopportunitäten werden von den Befragten Unternehmen deutlich bessere Aussichten bescheinigt, als bspw. Cleantech oder Infrastruktur.


Quelle: Preqin

Obwohl die große Mehrheit der Versicherer mit einer Outperformance von Private gegenüber Public Equity rechnet, für 81% sogar um 2% p. a., ist die Allokation von Private Equity geringer als die anderer institutioneller Investoren. Gründe hierfür könnten in rechtlichen Anlagerestriktionen oder in einem stringenten Liability Management liegen, dass nur wenige illiquide Anlagen zulässt.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
zurück