22.10.2009 | Report

Vermögensverwaltung richtet sich neu aus

Die Boston Consulting Group hat im Oktober den jährlich erscheinenden "Global Wealth Report" veröffentlicht, in dem die globalen Privatvermögen und die neuesten Entwicklungen in der Vermögensverwaltung vorgestellt werden. Dem zufolge sind die Vermögen großer Privatanleger während der Finanzkrise zum ersten Mal seit sieben Jahren geschrumpft. Das Vermögen in Aktien, Wertpapiren und Fonds sank um knapp 12% auf 92,4 Billionen US-Dollar, was hauptsächlich auf die rückläufigen Aktienwerte zurückzuführen sei.


Quelle: BCG

In der Vermögensverwaltung sei die Nachfrage nach risikobehafteten Anlagen wie Aktien und Alternativen Investments zurückgegangen. Viele Anleger hätten eine "Flight-to-Quality" vollzogen, mehr auf Vermögenserhalt denn auf -vermehrung bedacht. Risiken würden nun anders wahrgenommen. Bei zurückkehrendem Risikoappetit der Anleger sei daher mit deutlich gestiegenen Informations- und Servicebedürfnissen zu rechnen.

Relativ gering von der Krise betroffen waren Offshore-Vermögen, die von 7,3 auf 6,7 Billionen US-Dollar zurück gingen. Hier werden aufgrund zunehmender Diskussion um Offshore-Finanzplätze allerdings Veränderungen erwartet.


Quelle: BCG

Für Vermögensverwalter liegen die zukünftigen Schwerpunkte laut BCG auf einer Restrukturierung hin zu kundenfreundlicherer Beratung, einer Neuausrichtung der Offshore-Strategien und der Kostenkontrolle ihrer  Bemühungen.

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