Versicherungsbranche weltweit mit stabiler Entwicklung
Der globale Versicherungsmarkt zeigt sich trotz Eurokrise und Niedrigzinsumfeld sehr stabil, berichtet der "Global Insurance Market Report" der International Association of Insurance Supervisors IAIS. Das makroökonomische Umfeld aus weniger Wachstum bei gleichzeitig nicht sinkender Inflation habe keine signifikanten Auswirkungen auf die Kapitalstärke der Versicherer gehabt. Selbst die Tsunami- und folgende Atomkatastrophe in Japan, welche die Katastrophenschäden auf rund 350 Mrd. US-Dollar ansteigen ließen, konnte im Laufe des Jahres von den Versicheren amortisiert werden.
Quelle: IAIS
Auch die Entwicklung der Prämien hat sich stabilisiert. In der Nichtlebensparte sanken die Prämieneinnahmen 2010 durchschnittlich um 6 %, in der Lebensparte um 1 %. 2011 blieben sie hingegen stabil bzw. nahmen im Bereich Leben sogar leicht zu. Die Einnahmen der Rückversicherer stiegen sogar um 10 %.
Reaktionen auf das Marktumfeld waren vor allem bei der durchschnittlichen Asset Allokation zu sehen. Das Sicherheitsbedürfnis der Versicherer hat zugenommen, der Aktienanteil von 11 % auf 7 % verringert, zugunsten von Anleihen. Über drei Viertel der Assets sind in Anleihen investiert, fast der gesamte Rest in Immobilien. Durchschnittlich lag der Return on Investment im Jahr 2011 bei 2,80 %. Der Return on Equity sank 2011 von 9,8 % auf 6,9 %.
Quelle: IAIS
Abschließend beschreibt der Report die zunehmende Nutzung von Insurance-Linked Securities als Rückversicherungswerkzeug und geht auf den Markt für die überwiegend Offshore angesiedelten Eigenversicherungen ein.