26.11.2018 | Research

Vermeidung des Survivorship Bias

Ein Team des Investment Consultant Callan LLC hat in einem Researchpaper eine Methode zur Vermeidung des Survivorship Bias bei Asset Managern vorgestellt und hat diese anhand verschiedener Beispiele getestet. Ein klassischer Ansatz zur Korrektur des Survivorship Bias besteht darin, fehlende Performance-Daten mit dem Durchschnitt des bestehenden Samples aufzufüllen. Im Gegensatz hierzu nehmen die Autoren für ihre SUBICO genannte Methode an, dass das durch eine Fondsschließung freiwerdende Kapital parallel in alle anderen bestehenden Strategien investiert wird (siehe Abbildung). Jeder dieser entstehenden Verteilungen wird anschließend ein Gewicht von 1/n gegeben. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass bei SUBICO die Verteilung weniger in Richtung des Medians gestaucht wird und die Renditespreizung somit nicht unterschätzt wird.


Quelle: Callan LLC

Mit der SUBICO-Methode lässt es sich vermeiden, die Leistung eines Managers in einem Ranking zu unterschätzen. Am Beispiel einer Small-Cap-Strategie zeigen die Autoren, dass ein Manager, der laufend eine durchschnittliche Performance erzielt hat, durch die Nichtbeachtung abgewickelter Strategien in einem Ranking sehr schlecht eingeschätzt werden kann. Je höher der Anteil der Strategien, die nicht für den gesamten Beobachtungszeitraum aktiv waren, umso stärker dieser Effekt. Ebenso kann durch die Vermeidung des Survivorship Bias eine Überschätzung der aktiven Performance relativ zur Benchmark vermieden werden.


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