Verkehrsinfrastrukturinvestments für Institutionelle
Während es früher für institutionelle Investoren wie Pensionsfonds oder Staatsfonds üblich war, in die Asset-Klassen Aktien, Anleihen und Immobilien zu investieren, hat sich dies in der Finanzkrise geändert. In einer kürzlich über die OECD und das International Transport Forum erschienenen Studie von Rajiv Sharma wird die Rolle privater institutioneller Investoren, vor allem Pensionsfonds, bei der Finanzierung von Verkehrsinfrastrukturprojekten untersucht.
Die Vorzüge von Infrastrukturinvestments liegen für Pensionsfonds im langfristigen Charakter dieser Assets in Verbindung mit stabilen, prognostizierbaren und bis zu einem gewissen Grad vor der Inflation geschützten Erträgen. Hinzu kommen Diversifikationsaspekte und nur geringe Korrelationen mit anderen Anlageklassen, wobei dies von der konkreten Ausgestaltung des Infrastrukturinvestments abhängt. Auch die Regierungen können von der Privatisierung der Infrastrukturprojekte profitieren, da sich so ohne Belastung der öffentlichen Kassen viele Projekte realisieren lassen, entweder vollständig privatisiert oder als öffentlich-private Partnerschaft.
Quelle: OECD
Am weitesten verbreitet sind Investments über nicht börsennotierte Fonds bzw. ganz allgemein nicht gelistetes Eigenkapital. Ein Grund hierfür ist, dass gelistete Assets der Marktvolatilität unterliegen, auch wenn das eigentliche Geschäftsmodell mit nur geringen Schwankungen verbunden ist. Direktinvestments kommen im Vergleich relativ selten vor, was darauf zurückzuführen ist, dass insbesondere kleinere Fonds oft nicht über die benötigten Kapazitäten für eigenes Research verfügen und auf das Know-how von Experten angewiesen sind.
Quelle: OECD