Vergütung in Private-Equity-Firmen
Der Auftrieb der Private Markets spiegelt sich auch in den Vergütungsstrukturen wider, zeigt eine Studie von Heidrick & Struggles. Unternehmen aus dem Segment Private Equity zahlen höhere Gehälter für operative Manager als in den Vorjahren. Das Wachstum der Private-Equity-Branche führt zu einer anhaltend hohen Nachfrage nach Heads of Talents, Chief Financial Officers und Heads of Portfolio Operations. Besonders großes Interesse besteht demnach an Führungskräften mit digitalem Fachwissen.
Operative Manager sind stärker integriert als zuvor und werden mehr in die Investitionsentscheidungen und die Akquise einbezogen. Anstatt ausschließlich Fachleute mit vorheriger operativer Erfahrung zu rekrutieren, werden auch industriefremde Fachkräfte eingestellt die spezifische Expertise haben, bspw. im Bereich der Gewinn- und Verlustrechnung. Dadurch gibt es mehr potenzielle operative Fachkräfte mit vielfältigeren Werdegängen als im Investmentbereich. 2021 waren 27 % zuvor bei General Partners beschäftigt - im Vergleich dazu waren es 60 % im Jahr 2013 - 28 % waren als Unternehmensberater tätig und 26 % waren CEOs.
21 % der Führungskräfte betrachteten sich als Generalisten. Unter den Spezialisten hatten 17 % einen Branchenfokus auf Life Sciences und jeweils 16 % auf Industrie sowie Technologie. Generalisten dominierten auch den Bereich des funktionalen Fachwissens mit 22 %.

Quelle: Heidrick and Struggles (2021)
Die größer werdende Relevanz der operativen Führungskräfte spiegelte sich auch in der steigenden Vergütung in allen PE-Positionen wider, allerdings war der Anstieg geringer als noch 2020. Die Barvergütung stieg im Allgemeinen mit dem verwalteten Vermögen, bei einem AuM von mehr als 20 Mrd. US-Dollar bspw., stieg die durchschnittliche Vergütung für Leitende Positionen wie der geschäftsführende Partner auf 2,5 Mio. US-Dollar, gegenüber 1,8 Mio. US-Dollar 2018. Ähnlich wie im Jahr 2018 gibt es drei Haupteinnahmeströme zur Finanzierung der Vergütung: Verwaltungsgebühren der Fonds, Aufsichtsgebühren der Portfoliogesellschaften und abgerechnete Arbeitszeit.

Quelle: Heidrick and Struggles (2021)
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