03.06.2010 | Research

Vergleich von Emerging-Markets-Hedge- und Publikumsfonds

Anfang 2010 veröffentlichten Martin Eling von der Universität Ulm und Roger Faust von der Universität St. Gallen eine wissenschaftliche Arbeit, die die Performance von Hedgefonds und Publikumsfonds mit Schwerpunkt Emerging Markets vergleicht. Demnach bieten Hedgefonds deutlich bessere Performance und Alphas als Publikumsfonds und böten zudem Absicherung in schlechten Marktphasen.


Quelle: Eling, Faust (2010)

Die Autoren analysieren Fonds-Performance und -Exposure mittels der fünf Faktoransätze CAPM, Fama/French, Carhart, Fung und Hsieh (1997) und Fung und Hsieh (2004). Zusätzlich verwenden sie noch ein selbst entwickeltes Faktormodell mit speziellen Style-Faktoren für Emerging Markets. Als Stichprobe dienen ihnen 566 Hedgefonds aus der CISDM-Datenbank und 1542 Publikumsfonds aus der Thomson-Financial-Datastream-Datenbank. Diese werde für den Zeitraum zwischen 1995 und August 2008 analysiert.


Quelle: Eling, Faust (2010)

Eling und Faust kommen zu dem Ergebnis, dass generell ein Teil der Hedgefonds die Benchmarks schlägt, bei Publikumsfonds sei dies hingegen nicht der Fall. Es gäbe außerdem signifikante Break-Points im Exposure von Hedgefonds, die auf eine Adjustierung des Risikos hinweisen. Ihr Exposure ist demnach volatiler, böte jedoch Downside Protection in schwachen Marktphasen, während Publikumsfonds ein konstantes Engagement im Markt aufweisen würden. Die Autoren vermuten, dass die Unterschiede auf den höheren Grad von aktivem Management bei Hedgefonds sowie auf die breitere Asset- und Produktauswahl zurückzuführen seien, verweisen jedoch auch auf Unterschiede bei der Performance-Messung. Ihr Modell lässt sich zur Identifikation von erfolgreichen Fonds, zur Bestimmung des Aktivitätsgrades der Manager und zur Exposure-Analyse verwenden.

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