Vergleich von aktiven und passiven ETFs
Ein im Februar erschienenes Arbeitspapier von Gerasimos G. Rompotis, Senior Auditor bei KPMG und Researcher an der Universität von Athen, erweitert die Debatte über aktives und passives Management um einen Vergleich von aktiv und passiv gemanagten ETFs. Darin kommt er zu dem Ergebnis, dass aktiv verwaltete ETFs sowohl gegenüber vergleichbaren passiven ETFs, als auch gegenüber dem Marktindex, eine schlechtere Performance liefern.
Für seine Untersuchung betrachtet Rompotis drei aktive und drei passive ETFs zwischen April und November 2008. Um die ETFs zu vergleichen, wird neben der risikoadjustierten Performance ein Performancerating anhand verschiedener Kennzahlen vorgenommen. Desweiteren werden Market-Timing-Fähigkeiten der Manager und der Tracking Error betrachtet.
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass zwei der drei aktiven ETFs ein signifikant negatives Alpha erzielt haben. Kein Fonds konnte eine positive Outperformance erzielen, ein Ergebnis, welches allerdings für die passiven ETFs zu erwarten war. Im Performancerating konnte nur ein aktiver ETF ein teilweise besseres Ergebnis erzielen als sein passives Pendant. Desweiteren zeigen aktive ETFs ein höheres Risiko als passive ETFs und ihre Benchmarks. Signifikante Market-Timing-Fähigkeiten der aktiven Manager konnten nicht festgestellt werden. Somit bleibt insgesamt festzuhalten, dass aktive ETF-Manager ihre Aufgaben bei der Titelselektion nicht vorteilhaft erfüllen. Kritisch ist anzumerken, dass der Autor aufgrund der erst kurzen Lebensdauer von aktiven ETFs lediglich einen kurzen Zeitraum und eine geringe Anzahl an Produkten untersucht.