US-Börsenaufsicht setzt Regulierung von Hedge-Fonds durch
Hedge-Fonds müssen sich in den USA ab Februar 2006 nun doch
registrieren lassen. Dies hat die amerikanische Börsenaufsicht SEC mit
drei zu zwei Stimmen in ihrer Kommission beschlossen. Die Entscheidung
beendet damit ein Monate langes Ringen zwischen dem Vorsitzenden der
SEC, William Donaldson, auf der Seite der Registrierungsbefürworter und
der Hedgefonds-Branche sowie Notenbankchef Alan Greenspan, Präsident
George W.Bush und republikanischen Politikern auf der Seite der Gegner
einer solchen Regelung.
Nach einem Bericht der Agentur Bloomberg fallen Hedge-Fonds, die
mindestens 15 amerikanische Anleger und ein Kapitalvolumen von
mindestens 30 Millionen Dollar verzeichnen, unter die neue Vorschrift.
Diese müssen nach dem Inkrafttreten der Regulierungspflicht den Namen
des verantwortlichen Managers und dessen Anschrift melden und
mitteilen, wieviel Geld der Fonds verwaltet. Außerdem muß jeder
Hedge-Fonds einen "Compliance-Officer" beschäftigen, der die Einhaltung
der Richtlinien überwacht. Die SEC-Inspektoren können dann auch die
Geschäftsbücher der Hedgefonds prüfen.
Bisher waren Hedge-Fonds von der Aufsicht durch die SEC ausgenommen, weil sie vor allem Kapital von hochvermögenden Privatpersonen und von
institutionellen Anlegern verwalteten. Die Börsenaufsicht
argumentierte, eine Regulierung sei nun nötig, weil immer mehr
Privatanleger indirekt über Pensionsfonds in Hedge-Fonds investierten.
Die Behörde verwies zudem auf zunehmenden Betrugsfälle bei Hedge-Fonds.
Die Gegner eine solchen Regulierung sehen diese Fälle als Ausnahmen an.
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