08.11.2004 | 

US-Börsenaufsicht setzt Regulierung von Hedge-Fonds durch

Hedge-Fonds müssen sich in den USA ab Februar 2006 nun doch

registrieren lassen. Dies hat die amerikanische Börsenaufsicht SEC mit

drei zu zwei Stimmen in ihrer Kommission beschlossen. Die Entscheidung

beendet damit ein Monate langes Ringen zwischen dem Vorsitzenden der

SEC, William Donaldson, auf der Seite der Registrierungsbefürworter und

der Hedgefonds-Branche sowie Notenbankchef Alan Greenspan, Präsident

George W.Bush und republikanischen Politikern auf der Seite der Gegner

einer solchen Regelung.

Nach einem Bericht der Agentur Bloomberg fallen Hedge-Fonds, die

mindestens 15 amerikanische Anleger und ein Kapitalvolumen von

mindestens 30 Millionen Dollar verzeichnen, unter die neue Vorschrift.

Diese müssen nach dem Inkrafttreten der Regulierungspflicht den Namen

des verantwortlichen Managers und dessen Anschrift melden und

mitteilen, wieviel Geld der Fonds verwaltet. Außerdem muß jeder

Hedge-Fonds einen "Compliance-Officer" beschäftigen, der die Einhaltung

der Richtlinien überwacht. Die SEC-Inspektoren können dann auch die

Geschäftsbücher der Hedgefonds prüfen.

Bisher waren Hedge-Fonds von der Aufsicht durch die SEC ausgenommen, weil sie vor allem Kapital von hochvermögenden Privatpersonen und von

institutionellen Anlegern verwalteten. Die Börsenaufsicht

argumentierte, eine Regulierung sei nun nötig, weil immer mehr

Privatanleger indirekt über Pensionsfonds in Hedge-Fonds investierten.

Die Behörde verwies zudem auf zunehmenden Betrugsfälle bei Hedge-Fonds.

Die Gegner eine solchen Regulierung sehen diese Fälle als Ausnahmen an.

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