08.11.2004 | 

FTD - Steuerregeln beschränken deutsche Dach-Hedgefonds

Das in Deutschland seit Jahresbeginn zugelassene Anlagesegment der

Dach-Hedgefonds leidet nicht unter dem Mangel an Informationen bei

Anlegern und Vertriebsstellen, sondern auch unter den steuerlichen

Regelungen. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD)

müssen die neuen in Deutschland zugelassenen Dach-Hedgefonds ihre

Zielfonds zunächst danach aussuchen, ob sie den gesetzlichen

Anforderungen genügen oder nicht. Das Gesetz sieht eine 

Strafbesteuerung für nichttransparente Hedge-Fonds vor.

Das Blatt berichtet über eine interne Erhebungen der Commerzbank, nach

der wegen der Steuerregelung weniger als ein Drittel der weltweit rund

5.000 Single-Hedge-Fonds für deutsche Dachfonds verfügbar seien. Einen

zusätzlichen Bericht schreiben zu müssen, der den deutschen

Steuerrichtlinien entsprechen würde, sei für  viele ausländische

Manager zu aufwendig.

Dieses Problem sei für mehrere große ausländische

Investmentgesellschaften Grund genug, um  ihre Pläne für

Hedge-Fonds-Produkte in Deutschland vorerst auf Eis zu legen, berichtet

die FTD weiter. "Die ausländischen Hedge-Fonds-Manager brauchen nicht

das deutsche Geld, und vor allem nicht zu diesen Klimmzügen", sagte

Volker Grüneke, Vertriebsleiter Nordeuropa von Mellon Global

Investments, der FTD. Er sei aber überzeugt, dass es bald gesetzliche

Nachbesserungen geben werde.

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