Unternehmensanleihen entwickeln sich stabil
Von einem "Great Shift" im europäischen Unternehmenssektor berichtet Fitch Ratings in einer Mitte Juli veröffentlichten Analyse. Vergangenes Jahr notierte die Ratingagentur erstmals seit 2010 wieder mehr Abstufungen als Verbesserungen in europäischen Unternehmensanleihen. Besonders getroffen wurde demnach der Energie- und Versorgungsektor sowie Telekommunikations- und Technologieunternehmen. Für beide Teilsegmente sieht Fitch auch in den kommenden Jahren einen negativen Ratingausblick.
Konsumgüter und Industrials dagegen weisen über die letzten drei Jahre eine positive Ratingentwicklung aus. 36 % aller Ratingverbesserungen seit 2010 entfielen auf diesen Sektor und innerhalb des Sektors liegt die Zahl der Upgrades doppelt so hoch wie die der Downgrades.
Quelle: Fitch Ratings
Deutlich wird diese Entwicklung auch beim Blick auf die "Rising Stars" und "Fallen Angels", also solche Emittenten die die Grenzen zwischen High Yield und Investment Grade überschreiten. Insbesondere im Technologiesektor haben im vergangenen Jahr viele Unternehmen den Investment-Grade-Status verloren. Dementsprechend fällt auch der Ausblick der Ratingagentur auf europäische Einzeltitel aus.
Quelle: Fitch Ratings
Für Telekommunikationsunternehmen erwartet Fitch die größten Cash-Flow-Probleme. Der Automobilsektor sowie Energieunternehmen mit Exposure in Schwellenländern sind nach Auffassung der Autoren gut gerüstet für die kommenden 24 Monate.