Herausforderungen für Versicherungsgesellschaften
Versicherungsgesellschaften sehen sich mit neuen Herausforderungen konfrontiert - bedingt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise und infolge neuer regulatorischer Rahmenbedingen in Form von Solvency II. Dabei gibt es regionale Unterschiede bezüglich der Präferenz verschiedener Geschäftsstrategien, wie State Street und die Economist Intelligence Unit in der Studie "Facing The Future: Blueprint for Growth" feststellen. Die Befragten im europäischen (28 %) und amerikanischen (25 %) Raum gaben an, aufgrund des niedrigen Zinsumfeldes und dementsprechend einer Unattraktivität von Asset-Allokationen in "sichere Häfen" und der Anforderungen durch Solvency II, den Return on Investment (ROI) als ihr primäres Ziel zu definieren. Dabei ist ein Trend hinsichtlich alternativer Asset-Klassen zu beobachten. Lediglich 17 % der befragten Versicherungsgesellschaften im asiatischen Raum sehen dieses Ziel als ihr primäres Ziel an.
Quelle: State Street, Economist Intelligence Unit
Eine unterschiedliche Auffassung steigender Profitabilität ist ebenfalls zu beobachten. Während nur 32 % der Befragten in Europa und 43 % in Amerika mit steigenden Profiten innerhalb der nächsten 5 Jahre rechnen (bedingt durch einen kumulierten Rückgang in Höhe von 2% zwischen 2007 und 2011), sind die Befragten im asiatischen Raum deutlich optimistischer (53 %).
Solvency II ist für 32 % der Befragten dabei die größte Herausforderung, wobei 17 % keine Schwierigkeiten bei der Implementierung sehen. Trotz der mit den der neuen Regularien verbundenen beträchtlichen Kosten in Höhe von ca. 2-3 Mrd. Euro in den nächsten 5 Jahren, geben lediglich 30% an, diese Kosten an ihre Kunden weiterzugeben.
Quelle: State Street, Economist Intelligence Unit
Eine weitere Herausforderung für die Versicherungsgesellschaften liegt in der demographischen Entwicklung. Wegen des ansteigenden Durchschnittsalters in den entwickelten Ländern ist zunehmend ein Trend zur geographischen Expansion in Schwellenländer zu verzeichnen.
Zudem sehen 93 % der Befragten eine Entwicklung und Distribution innovativer Produkte als Herausforderung an, auch deshalb, weil eine stärke Segmentierung notwendig ist.