Unterdeckung deutscher Pensionspläne steigt weiter
Die niedrigen Zinsen und das volatile Marktumfeld stellen für die globalen Pensionssysteme unverändert große Herausforderungen dar, zeigt die Analyse „Global Pension Finance Watch“ von WillisTowersWatson. Darin wird basierend auf Benchmark-Returns und Zinsentwicklungen die Entwicklung hypothetischer Pensionspläne weltweit untersucht. Trotz der turbulenten Marktentwicklung im zweiten Quartal waren die Investment Returns in sämtlichen Regionen, mit Ausnahme Japans, positiv. In den USA und in der Eurozone erzielten die Portfolios Wertsteigerungen von 2,0 bzw. 1,6 %. Gleichzeitig wuchsen angesichts rückläufiger Zins- und damit Diskontsätze jedoch die Verbindlichkeiten der Pensionspläne. Je nach Region nahmen die diskontierten Verbindlichkeiten um 2,8 bis 12,6 % zu. In den USA und der Eurozone waren es 5,7 respektive 7,0 %. Dies hat zu einem Absinken des Willis Towers Watson Pension Index geführt, welcher das Verhältnis von Asset-Volumen und Barwerten der Verpflichtungen angibt. Besonders groß war der Rückgang in Japan. 
Quelle: WillisTowersWatson
Ähnlich stellte sich die Entwicklung für Deutschland dar, die in der German Pension Finance Watch untersucht wurde. Auch hier basieren die Ergebnisse auf Musterplänen. Sowohl die Planvermögen der DAX- als auch der MDAX-Pensionspläne blieben demnach im zweiten Quartal 2016 stabil. Der stark abgesunkene Rechnungszins sorgte allerdings für einen Anstieg der Pensionsverpflichtungen um rund 7 %. Grund für den Rückgang des Rechnungszinses war einerseits die Leitzinspolitik der EZB und Federal Reserve, andererseits die hohe Nachfrage nach sicheren Assets. Unter dem Strich sank die Ausfinanzierung der DAX-Pensionspläne um 3,5 Prozentpunkte auf 55,3 %, beim MDAX betrug der Rückgang 2,7 Prozentpunkte auf 41,5 %.
Quelle: WillisTowersWatson
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