UN und Weltbank veröffentlichen Pläne für nachhaltiges Finanzsystem
Das UN Environment Program (UNEP) und die Weltbank haben im November eine "Roadmap for a Sustainable Financial System" veröffentlicht, die einen Überblick über verschiedene Initiativen und Aktivitäten gibt sowie künftige Handlungsfelder definiert. Die Autoren sehen drei zentrale Einflussfaktoren für die Entwicklung hin zu einem nachhaltigen Finanzsystem:
- Markt-basierte Initiativen, wie das Sustainable Banking Network (SBN) oder die UNEP FI, also Kollektive in denen öffentliche und private Institutionen die Integration von ESG-Kriterien erarbeiten.
- Nationale Initiativen, die auf Länderebene den Wandel begleiten und vorantreiben.
- Internationale Initiativen, die in Gemeinschaften wie den G20, G7, der UN oder dem Financial Stability Board (FSB) die verschiedenen Aspekte eines nachhaltigen Finanzsystems erörtern.
Quelle: UN, Weltbank
Ein weiteres Themenfeld ist die Messung von Fortschritten und Ergebnissen. Die Weiterentwicklung hin zu einem nachhaltigen Finanzsystem erfordert demnach ein Verständnis von drei Kernkriterien:
1. Effektivität, also der Grad, zu dem die Marktpreise und Vermögensbewertungen durch Nachhaltigkeit bestimmt werden.
2. Effizienz, d. h. die Kosten für den Betrieb eines Finanzsystems, welches Kapitalströme an den Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet.
3. die Belastbarkeit des Finanzsystems angesichts von
nicht nachhaltigen Entwicklungen wie Luftverschmutzung, Klimawandel oder Wasserknappheit. Hier stehen wiederum drei zentrale Stellschrauben im Mittelpunkt. Erstens muss die Architektur des Finanzsystems Grundsätze, Normen, Standards, Regeln und Vorschriften enthalten, die eine nachhaltige Entwicklung begünstigen. Zweitens müssen Marktteilnehmer dazu angehalten werden ökologische, soziale und Governance-Faktoren in ihr Handeln zu integrieren und transparent zu berichten. Drittens müssen Volumen und Flows von Kapital und Dienstleistungen nachhaltigen Anreizen unterliegen.
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