Umsetzbarkeit von Absolute Return schwankt mit der Marktliquidität
Eine interessante Research Arbeit zum Thema Absolute Return (Marktneutralität) wurde Mitte August von der Universität Amsterdam veröffentlicht. Darin untersuchen die Autoren das Beta-Exposure von Hedgefonds in verschiedenen Marktphasen. Dabei gehen sie von der These aus, dass zur Umsetzung von Arbitrage-Strategien sowohl ausreichend Liquidität für die gehandelten Titel (Marktliquidität), als auch ausreichend Liquidität für den Fonds (Fondsliquidität), z. B. Leverage, zur Verfügung stehen muss.
Quelle: Siegmann, Stefanova (2009)
Die Autoren finden erhöhte Beta Exposures in Phasen, in denen sich die Liquidität reduziert. Dies zeigt sich besonders bei den Strategien Long-Short-Equity und Convertible Arbitrage, nicht jedoch bei Market Neutral. Absolute Return Strategien sind somit in Phasen geringer Liquidität schwerer umzusetzen.
Quelle: Siegmann, Stefanova (2009)
Gleichzeitig zeigt sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen Markt- und Fondsliquidität. Liquiditätsmangel reduziert also die Möglichkeiten von Dynamic Trading, Short Selling und Hedging. Daraus folgen höhere Exposures in Marktbeta für Hedgefonds in diesen Phasen. Interessanterweise ist der Einfluss von Illiquidität auf das Betaexposure bei Portfolios, deren Betas bereits hoch sind, deutlich stärker. Hier empfehlen die Autoren weitere Untersuchungen.