30.09.2009 | Research

Investment Research im Aktienmarkt - aktiv vs. passiv

Ein kürzlich erschienenes Working Paper des California Institute of Technology analysiert die Werthaftigkeit von Investment Research bei einem Aktieninvestment, im Vergleich zu einem rein passiven Investment. Bei dem Weg über das Investment Research stehe zunächst die Entscheidung für oder gegen verschiedenen Methoden (z. B. Fundamental- und Technische Analyse) sowie für die Ressourcenverteilung auf diese Methoden an. Für eine ökonomisch rationale Ressourcenverteilung sei es notwenig, das Grenzprodukt des Research zu ermitteln.

Der Autor stellt die wesentliche Literatur zur Identifizierung von überlegenen Managern, die maßgeblich auf Jensen, Fama/French und Carhart zurückgeht, dar. Die Problematik, dass die Summe aller Investoren die Marktrendite erhält, die Summe der Alphas also Null sei, ist für eine Research-Entscheidung zunächst irrelevant. Als größte Hürde wird herausgestellt, dass bisher weder eine wissenschaftlich anerkannte Methode zur Identifizierung des Grenzproduktes von Research existiere, noch langfristige Konsistenz in Managerfähigkeiten belegbar sei.

Als Ergebnis hält der Autor fest, dass Investmententscheidungen auf der Basis von Research eher Schätzungen zuzuschreiben seien, die wiederum plötzliche Revisionen nach sich zögen. Dies führe dazu, dass Investoren ihre Research-Methoden u. U. verwerfen, was plötzliche Preissprünge bei den Bewertungen und somit Booms und Crashs an den Aktienmärkten nach sich ziehe.
Die Arbeit liefert somit einige interessante Denkanstöße und ist zudem eine geeignete Zusammenfassung der wichtigsten wissenschaftlichen Literatur zu diesem Thema.

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