Umfrage des Economist zur Einschätzung globaler Risiken
The Economist veröffentlichte kürzlich eine Studie zu den Chancen und Risiken der nächsten 10 Jahre. Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage der "the Economist Intellingence Unit" von mehr als 600 Führungskräften. Thema waren die Einschätzung des zu erwarteten zukünftigen Risiken und die Vorbereitung der Unternehmen auf diese Herausforderungen sowie Veränderungen im Risikomanagement.
Hinsichtlich der Entwicklung für die nächsten 10 Jahre überwiegen die optimistischen Annahmen der Befragten bezüglich der zukünftigen Erwartungen für ihr Unternehmen und ihre Region bzw. Industrie. Nur 10% der Befragten gaben einen negativen Ausblick. Dennoch ist diese optimistische Grundeinstellung verbunden mit der Erwartung, daß die Risiken steigen. Die Befragten identifizierten dabei aus 46 Risikokategorien zwölf Risiken, die aufgrund hoher Eintrittswahrscheinlichkeit, schwerwiegender Folgen und relativ geringer Vorbereitung zu den bedrohlichsten Risiken der nächsten Dekade zählen. Zu diesen sog. "Tier One-Risiken" gehören unter anderem Ölkrisen, Klimaerwärmung, globale Rezession, internationaler Terrorismus und Fachkräftemangel.
Weitere Ergebnisse der Umfrage waren die Bedeutungszunahme der Schwellenländer und das weitere Erstarken Chinas als wichtigstem Handelspartner. Für Zweidrittel der Befragten wird zudem das Risikomanagement eine steigende Bedeutung für die strategische Planung erhalten, wobei zunehmend auf die Szenariotechnik zurückgegriffen wird. Die Studie zeigt aber auch, dass viele Unternehmen einen zu starken Fokus auf die kurzfristige Planung setzen und dadurch schlechter auf langfristige Risiken wie die globale Klimaerwärmung oder den demographischen Wandel vorbereitet sind.