31.10.2008 | Studie

Staatsfonds setzen auf Emerging Markets und Multi-Asset-Klassen-Portfolios

Die aktuelle Studie der Monitor Group "Assessing the Risks - The Behaviors of SWFs in the Global Economy" analysiert das Investitionsverhalten von Sovereign Wealth Fonds (SWF) anhand von mehr als 1.100 SWF Transaktionen zwischen 1975 und 2008. Zusätzlich wurden Interviews mit Fondsmanagern, politischen Entscheidungsträgern und Analysten geführt.



Die größten Sovereign Wealth Funds nach Assets under Management

Die umfangreiche Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die SWFs nicht nur in ihre einheimischen Märkte investieren, sondern auch in großem Umfang in Emerging Markets. Die Befürchtungen von Regierungen der OECD-Länder, SWFs könnten sich in sensible Sektoren der Industrie einkaufen, sind bisher nicht bestätigt worden. Allerdings werden oft strategische Investitionen in Unternehmen vorgenommen, die technologische Errungenschaften besitzen, die dem Heimatland des Fonds fehlen. Dabei streben SWFs überwiegend Minderheitsbeteiligungen an. Mehrheitsbeteiligungen sind auch zu beobachten, allerdings waren diese Transaktionen überwiegend in Emerging Markets und in unsensiblen Sektoren angesiedelt.

SWFs setzen überwiegend auf eine diversifizierte Multi-Asset-Klassen-Allokation. So werden neben Staatsanleihen und Aktien aus Domestic Marktes auch Aktien und Anleihen aus Emerging Markets, Immobilien und Alternative Investments ins Portfolio aufgenommen. Für die nächsten Jahre erwarten die Autoren weiterhin eher stetige Aktivitäten der Staatsfonds. Ihre Anlagepolitik ist darauf ausgerichtet attraktive risikoadjustierte Renditen zu erzielen.

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