Trends in der Kapitalanlage von Versicherern
Goldman Sachs hat in einer Studie Versicherungsunternehmen weltweit zur aktuellen Perspektive im Asset Management befragt. Demnach sind die Versicherer gegenüber dem Investmentumfeld zunehmend pessimistischer eingestellt. Mittlerweile bewerten 50 % der Befragten ihre Investmentchancen als schlechter verglichen zu den Vorjahren. In Folge dieser Einschätzung planen 17 % ihr Portfolio risikoärmer aufzustellen, was einem Anstieg von 7 Prozentpunkten zum Vorjahr entspricht. Deutlich stärker hat sich der Anteil der Versicherer, die das Risiko erhöhen wollen, verändert: Es ist von 26 auf 16 % gesunken. 
Quelle: Goldman Sachs AM
Gestiegen ist die Sorge hinsichtlich steigender Inflation und Leitzinsen. In den nächsten fünf Jahren rechnen die meisten Versicherer damit, dass sich die Inflation negativ in ihrem Portfolio niederschlagen wird. Bei der Anpassung des Asset Allocation legen 36 % ihren Fokus auf renditestärkere, weniger liquide Anlageklassen, wie Private Equity, Infrastructure Debt und Commercial Mortgage Loans. Verringert wird das Exposure vor allem bei High Yield Debt, Tax-Exempt Municipal Bonds und US Equities.
Quelle: Goldman Sachs AM
Versicherer der Region EMEA favorisieren Infrastructure Debt, Mid-Market Corporate Loans und Private Equity. Die größten Hürden stellen für diese Gruppe Regulierungen, Kapitalanforderungen sowie buchhalterische Aspekte dar.
Außerdem werden Nachhaltigkeitsaspekte für Versicherer deutlich relevanter. Während letztes Jahr 32 % der Versicherer ESG-Aspekte in der Kapitalanlage berücksichtigt haben, sind es laut Umfrage aktuell bereits 40 %. Big Data und künstliche Intelligenz spielen im Gegensatz dazu noch eine Untergeordnete Rolle. 15 % nutzen spezielle Methoden bereits, 40 % erwägen dies in Zukunft zu implementieren.
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