27.04.2017 | Studie

Trends im deutschen Immobilienmarkt

EY hat in einer Studie die relevanten Ergebnisse diverser Trendumfragen zum deutschen Immobilienmarkt im Februar 2017 veröffentlicht.

Obwohl das Angebot an Opportunitäten auf dem deutschen Immobilienmarkt abnimmt und die Preise weiter steigen, wird Deutschland von 96 % (2015: 95 %) der befragten Investoren als attraktiv bewertet. Allerdings gehen 59 und 61 % davon aus, dass das Volumen 2017 abnehmen und die Transaktionen kleinteiliger ausfallen werden. In diesem Umfeld wird verstärkt auf Forward Fundings zurückgegriffen, wodurch sich Investoren noch während der Projektphase das Objekt sichern. Mit sinkendem Angebot steigt die Risikobereitschaft der Investoren deutlich an. Beispielweise wird auf risikoreichere aber renditestärkere Länder ausgewichen und attraktive Einstiegspreise in Nischensegmente, wie Parkhäuser, Pflegeheime, Studentenwohnheime und Mikro-Apartments ausgenutzt. Denn die Preise für Büro- und Wohnimmobilien in 1a und 1b-Lagen steigen zunehmend.  Das Interesse an Wohnimmobilien könnte aber abnehmen, da mit weiteren Restriktionen durch die Mitpreispolitik gerechnet werden kann. Die Nachfrage nach Büroimmobilien steigt im Gegensatz dazu stark an. 2016 legten noch 49 % ihren Schwerpunkt in Büroimmobilien, derzeit sind es bereits 62 %. Die politischen Risiken können Verunsicherungen zudem vergrößern.

Insbesondere Altersvorsorgeeinrichtungen werden 2017 das höhere Renditepotenzial von Real Estate mit Core-Immobilien in Deutschland ausnutzen. Es wird außerdem häufig auf indirekte Immobilienanlangen, wie Spezialfonds, und Mezzanine Darlehen zurückgegriffen. Derzeit sind die Vorsorgeeinrichtungen durchschnittlich zu 12 % in Real Estate allokiert.

Smart Metering und Blockchain werden einen deutlichen Einfluss auf den deutschen Immobilienmarkt auslösen. Smart Metering, bzw. intelligente Messsysteme für Strom und Gas müssen ab 2017 in deutschen Gewerbeimmobilien installiert werden. Durch diese Technologie erhöht sich das Energiesparpotenzial und Prozesskosten werden minimiert. Kosten könnten auch durch Blockchain-Technologien minimiert werden. Insbesondere bei Immobilientransaktionen reduziert sich der Kosten- und Zeitaufwand, indem gewisse Aufgabenbereiche, z.B. die der Banken und Notare, von der Technologie übernommen werden können. Allerdings besteht hier noch erheblicher Entwicklungsbedarf. 


Quelle: EY


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