27.07.2017 | Studie

Trends der Asset-Allokation europäischer Investoren

Mercer hat in einer Studie 1.200 Investoren in Europa mit einem gesamten Anlagevolumen von über 1,1 Billionen Euro zu ihrer aktuellen Investmentstrategie befragt. Die im Juli 2017 veröffentlichtr Studie zeigt, dass sich der Anteil klassischer Anleihen zugunsten alternativer Investments deutlich verringert hat. Diese Verschiebung lässt sich nicht nur durch die Niedrigzinsphase begründen. Ein wesentlicher Faktor liegt ebenso in den sich weiterentwickelten Märkten für Private Debt, Private Equity und Infrastrukturinvestments.

Beispielsweise haben regulierte Investoren in Deutschland, wie u.a. Pensionskassen, ihren Anleihenanteil innerhalb der letzten 6 Jahre mehr als halbiert. Lag er 2010 noch bei 85 %, fließen inzwischen nur noch 41 % in Anleihen. Im Gegenzug sind Immobilien und alternative Anlagen auf 46 % im Portfolio angewachsen. Unregulierte deutsche Investoren (CTAs) haben ihren Aktienanteil von 35 auf 40 % erhöht, der Anteil alternativer Anlagen liegt inzwischen bei 21 %. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland somit an der Spitze hinsichtlich des Aktienanteils.


Quelle: Mercer

Gestiegen ist auch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage. Insgesamt berücksichtigen 28 % der europäischen Investoren ESG-Faktoren, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg um 8 Prozentpunkten entspricht. Als Gründe hierfür wird zum Beispiel die Berücksichtigung von Risikoaspekten genannt. Vorreiter sind vor allem Investoren aus Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien. Als Barriere in Deutschland gilt nach wie vor der Glaube, dass mit Nachhaltigkeit ein eingeschränktes Anlageuniversum und geringere Renditen einhergehen. Hinzu kommen Schwierigkeiten bei der eigenen Formulierung und Umsetzung einer ESG-Strategie.

Unter den Alternative Investments wird am häufigsten in Real Assets (52 %) und Hedgefonds (37 %) investiert. Und auch im Vergleich zum Vorjahr sind die Investments in beide Asset-Klassen am stärksten gestiegen (etwa 4 %). Die durchschnittliche Allokation liegt bei etwa 7 %. Im Segment Hedgefonds wird mittlerweile weniger über Dachfonds sondern häufiger direkt investiert, wodurch Gebühren minimiert werden können.


Quelle: Mercer


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