27.07.2017 | Märkte

Private Investoren steigern Effizienz von Infrastruktur

Die Global Infrastructure Investor Association hat in Zusammenarbeit mit PwC in einem Marktbericht die Rolle privater Investoren in der Infrastrukturbranche untersucht. Seit dem Jahr 2006 konnten Infrastrukturfonds insgesamt 200 Mrd. US-Dollar einwerben, hinzu kommt geschätzt die gleiche Summe in Form von Direktinvestments durch Pensions- und Staatsfonds sowie Versicherungen. Gleichzeitig ist auch das globale Transaktionsvolumen im Infrastrukturbereich angestiegen. Eine gängige Kritik an Infrastrukturinvestments ist, dass die Profitmaximierung von Investoren zu Lasten der Qualität der Infrastruktur geht. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Durch die Bemühungen der privaten Investoren konnte die Effizienz der Infrastrukturprojekte gesteigert werden. Beispiele hierfür sind seltenere Stromausfälle und geringere Leckverluste von Wasserleitungen.


Quelle: InfraDeals

Die deutlichen Kapitalzuflüsse haben zu einer Verringerung der Zielrenditen von Infrastrukturprojekten geführt. Seit 2004 ist die mittlere Zielrendite von Infrastrukturfonds von 14 % auf 10,6 % zurückgegangen. Für den zukünftigen Erfolg werden drei Faktoren als ausschlaggebend angesehen: Aktives und engagiertes Asset Management, transparente Governance-Strukturen, um das Vertrauen in den Sektor zu stärken, und die Förderung privater Investitionen in Greenfield-Projekte, in die Institutionelle bisher angesichts der vergleichsweise hohen Risiken solcher Projekte selten investiert haben. In einer Reihe von Fallstudien gehen die Autoren auf eine Reihe globaler Infrastrukturinvestments und die Auswirkungen der Einbindung privater Investoren ein.


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