Szenarien zum Klimawandel bis 2050
Swiss Re hat Anfang des Jahres einen Bericht zu Herausforderungen und Chancen des Umstiegs auf eine nachhaltige Energieerzeugung veröffentlicht. Darin werden sechs Szenarien einer möglichen Entwicklung bis 2050 analysiert. Als die zentralen Einflussgrößen hat der Report fünf Faktoren ausgemacht: Wirtschaftswachstum, technologischen Fortschritt, Ölpreise, die Politik und die öffentliche Wahrnehmung des Klimawandels. Die Entwicklung aller fünf Faktoren bleibt bis 2050 in hohem Maße unsicher und gleichzeitig übt sie entscheidenden Einfluss auf den Energie-Mix der Zukunft aus.
Quelle: Swiss Re
Einer Umfrage von McKinsey unter knapp 4.000 Entscheidern in Unternehmen zufolge, halten 40 % eine langsam "grüner" werdende Wirtschaft für das wahrscheinlichte Szenario. Je 17 % erwarten einen technologischen Durchbruch oder anhaltend hohe Ölpreise als realistischste Entwicklung. Allen Szenarien zu Grunde liegt allerdings ein gewaltiges Volumen an notwendigen Investitionen. So waren 2010 rund 4,3 Bil. USD in alle analysierten Technologien investiert, knapp 5 % davon in solche, die Treibhausgasemissionen senken.
Quelle: Swiss Re
Im Zwischenziel bis 2030 erwartet der Report demnach großes Wachstum in Onshore-Windenergie und Technologien zur Speicherung von Kohlenstoffverbindungen (CCS). Um das von der Politik vorgegebene Klimaziel einer durchschnittlichen Temperaturzunahme von 2 Grad Celsius zu erreichen, muss sich das heute in kohlenstoffarme Technologien investierte Vermögen bis 2030 knapp verzwanzigfachen. Realistischer ist daher, der Umfrage zufolge, ein Temperaturanstieg zwischen 3 und 5 Grad Celsius. Als Wachstumsmarkt gelten daher Technologien, die sich auf die Auswirkungen des Klimawandels konzentrieren.