27.05.2013 | Märkte

Sukuk-Markt weckt Interesse nicht-islamischer Investoren

Der weltweite Sukuk-Markt hat bereits ein Volumen von mehr als 1 Billion US-Dollar erreicht und befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Dies berichtet Franklin Templeton Investments in einem aktuellen Report. Die nach islamischen Recht aufgelegten Pendants zu Anleihen sind aufgrund des Zinsverbotes i. d. R. Beteiligungen an Asset-Klassen mit relativ stabilen Cash Flows, wie Immobilien und andere Unternehmungen, bei denen der Anteil an Einnahmen und Gewinnen anstatt eines Zinskupons an den Investor gehen. Die zunehmende Nachfrage von Staatsfonds, Investoren und Privatanlegern aus der islamischen Welt nach geeigneten Investmentformen haben den Sukuk-Markt in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark wachsen lassen.


Quelle: Franklin Templeton

Aufgrund der Beteiligung an Sachwerten und der stabilen Erträge wächst auch bei anderen Investoren das Interesse an dieser Asset-Klasse, zumal Anleihen weltweit derzeit zu historisch niedrigen Yields emittiert werden. Die Grundstruktur von Sukuk bietet die Möglichkeit einer Beteiligung, die in der Struktur Leasing, Joint Ventures oder Projektfinanzierungen ähnelt. Die Emissionen werden dabei üblicherweise von Banken oder Staaten vorgenommen, wodurch ein gewisses Qualitätsniveau gesichert wird.

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