Performance von value-added und opportunistischen Immobilieninvestments
Zwei Autoren der DePaul University Chicago untersuchen die risikoadjustierte Performance von value-added und opportunistischen Private-Equity-Immobilienfonds in den USA. James Shilling und Charles Wurtzebach kommen zu dem Ergebnis, dass diese Produkte zwar durchschnittlich höhere Renditen liefern als Core-Investments, die erzielten Überrenditen aber hauptsächlich auf günstige Kreditfinanzierungen oder die breite Marktentwicklung zurückzuführen sind, und nicht auf ein höheres Risikoexposure. Die Forschungsarbeit, die Ende vergangenen Jahres im Journal of Real Estate Research erschienen ist, greift auf Daten amerikanischer Immobilientransaktionen zwischen 1979 und 2009 zurück.
Quelle: Shilling, Wurtzebach (2012)
Ex-post ordnen die beiden Autoren die erzielten Renditen in Performancegruppen und analysieren die Unterschiede zwischen den Gruppen in Hinblick auf Investmentstyle, Leverage, Marktentwicklung und Immobilienkategorie. Zwar steigt das Risikoexposure in value-added und opportunistischen Fonds, den größeren Erklärungsanteil haben aber Leverage und die generelle Marktentwicklung. Darüber hinaus zeigt sich, dass Core-Manager insbesondere in expansiven Marktphasen bei niedrigen Zinsen ihr Leverage erhöhen und dadurch höhere Renditen erwirtschaften. Value-added und opportunistische Manager dagegen weisen unabhängig von der makroökonomischen Entwicklung einen größeren Anteil von Leverage auf. Das höhere Risiko stammt daher eher aus der Fremdfinanzierung als aus besonders risikoreichen Objekten.