20.09.2010 | Report

Stresstests und Portfolioadjustierung

Ein Ende August erschienener Research Report von MSCI Barra beschäftigt sich mit Stresstests für Portfolios. Stresstests haben gegenüber statistischen Kennzahlen den Vorteil, dass in Bezug auf das Eintreten eines zukünftigen Events konkrete Maßnahmen ergriffen werden können. Der Report geht daher auch darauf ein, wie die Ergebnisse von Stresstests direkt in Portfolioadjustierungen umgesetzt werden können. Der Prozess für die Durchführung eines Stresstests ist in untenstehender Grafik vereinfacht dargestellt.


Quelle: MSCI Barra

Der erste Schritt erfasst die Spannbreite eines möglichen Schocks, z. B. die Auswirkungen von Schocks auf einzelne Faktoren und makröokonomische Schocks bis hin zu Systemkrisen. Historische Szenarien können gemäß der Studie sinnvolle Hinweise geben und um Projektionen ergänzt werden. Außerdem können sog. Reverse Stress Tests durchgeführt werden. Ausgangspunkt ist hier die Auswirkung, beispielsweise ein bestimmter Verlust. Darauf basierend wird analysiert, welche Ereignisse derartige Auswirkungen hervorrufen könnten.
Die Anwendung der ermittelten Stressszenarien erfolgt anhand von Sensitivitäts- oder Szenarioanalysen. Die Portfoliokonstruktion richtet sich danach aus, welches Portfolio in allen Zuständen ein erwünschtes Ergebnis liefert. MSCI Barra stellt dies anhand eines einfachen Portfolios aus Staatsanleihen dar. Für ein diversifiziertes Portfolio aus verschiedenen Asset-Klassen und Zugangswegen stellt sich hier jedoch ein komplexes Optimierungsproblem.

Quelle: MSCI Barra

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
zurück