Stimmungswechsel am ETF-Markt
Börsennotierte Produkte (ETPs) zogen im März weltweit 12,9 Mrd. US-Dollar frisches Kapital an. Auf Jahressicht stieg das Plus nach wechselhaftem Start damit auf 13,3 Mrd. US-Dollar per Ende des ersten Quartals, berichtet BlackRock in einer Marktanalyse. Insbesondere ETFs mit Fokus auf Schwellenländeraktien konnten den rund zehnmonatigen Negativtrend stoppen und Ende des ersten Quartals wieder Zuflüsse generieren. Per Saldo steht dennoch ein Netto-Abfluss zu Buche. Breite Schwellenländer-ETF verloren knapp 0,3 Mrd. US-Dollar. ETFs auf einzelne Länder notierten in der zweiten März-Hälfte jedoch Zuflüsse, insbesondere Russland, Südkorea und Mexiko. Abflüsse mussten vor allem China-ETFs verkraften. Vorausgegangen waren die Ankündigungen Janet Yellens am 19. März, gegebenenfalls schon bald eine Leitzinserhöhung zu diskutieren. Daraufhin war ein Stimmungswechsel am Markt zu beobachten, schreibt BlackRock.
Quelle: BlackRock
Das Fixed-Income-Segment zog im ersten Quartal knapp 20 Mrd. US-Dollar an. Nachdem im vergangenen Jahr in ETFs auf kurze Laufzeiten mehr Kapital floss als in alle anderen festverzinslichen Marktsegmente, ist auch hier im ersten Quartal eine leichte Trendwende zu erkennen. Short-Duration-ETFs nahmen 7,8 Mrd. US-Dollar neue Kundengelder auf, während die übrigen Laufzeiten 12,1 Mrd. US-Dollar einsammelten.
Quelle: BlackRock
In Europa sank im ersten Quartal die Zahl der gelisteten ETFs leicht von 2167 auf 2160. Das verwaltete Vermögen stieg jedoch von 414 auf 431 Mrd. US-Dollar. Größter Anbieter ist iShares mit einem Marktanteil von 47,9 % gemessen am verwalteten Vermögen. Dahinter liegen db x-trackers, der ETF-Zweig der Deutsche Asset & Wealth Management, mit 11,4 % und die Société Générale Tochter Lyxor mit 11,0 %. UBS belegt mit 4,7 % den vierten Platz und liegt mit einem Wachstum von 0,4 % im ersten Quartal auf Rang eins.