Stimmung im Private-Equity-Sektor trübt sich ein
Der regelmäßig erscheinende "Private Equity Survey" des Beratungshauses Deloitte & Touche zeigt eine Eintrübung im Segment Private Equity. Demnach seien u.a. die durchgeführten M&A-Transaktionen in den ersten 6 Monaten um über 20% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Für die aktuelle Studie, die sich insbesondere der Freizeitindustrie widmet, wurden 1200 Führungskräfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihren künftigen Geschäftserwartungen befragt. Da in der Vergangenheit aufgrund positiver Konjunkturdaten besonders in die Freizeitindustrie investiert wurde, wird diese neben der Analyse der generellen Stimmung explizit analysiert. Demnach fiel der Stimmungsindikator von Deloitte im zweiten Quartal auf den niedrigsten Stand seit Einführung des Indikators im Jahr 2000.
Nachdem sich in dem letzten Survey eine leichte Erholung abzeichnete (vgl. News vom 9.4.2008, http://www.absolut-report.de/news/detail/3018/), wird die jetzige Eintrübung mit den Verwerfungen im Zuge mehrere Bankenschieflagen in Verbindung gebracht. Auch die zukünftige Entwicklung sehen die Befragten negativ. Es werde besonders mit einer schlechteren finanziellen Lage der Beteiligungen gerechnet. Die Erwartungen an das gesamtwirtschaftliche Klima gingen um 42% zurück. 71% der Befragten sagten eine negative Entwicklung für die nächsten 18 Monate voraus. Auch im Bereich der Deal-Aktivitäten rechneten inzwischen die Hälfte der Befragten mit einer Verringerung der durchschnittlichen Transaktionsvolumina sowie steigenden Haltedauern.
Für die im Fokus stehende Freizeitbranche wird weiterhin eine positive Entwicklung erwartet, was vor allem mit dem gesteigerten Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher im Zusammenhang stehe. So sähen 42% der Manager die Fitness- & Wellnessbranche als aussichtsreich an.