22.04.2015 | Märkte

Steigende Spitzenmieten in deutschen Immobilienmärkten

Für alle drei Segmente des deutschen Immobilienmarktes, Handel, Büro und Wohnen, verlief das vergangene Jahr erfreulich, zeigt ein Marktbericht der DG HYP. Auch die Aussichten sind weiterhin positiv, wobei sich die Dynamik abschwächt. Im Segment der Handelsimmobilien profitierten vor allem die 1A-Lagen von Mietpreissteigerungen. Entsprechend stiegen insbesondere die Spitzenmieten der sieben deutschen Top-Regionen. An erster Stelle liegt unverändert München, gefolgt von der dicht zusammenliegenden Gruppe Berlin, Frankfurt und Hamburg sowie einer zweiten Gruppe bestehend aus Düsseldorf, Köln und Stuttgart. Für das Jahr 2014 wird mit einem Anstieg der Spitzenmieten von 3 % gerechnet, was sich im laufenden Jahr auf 2 % abschwächen dürfte. Auffällig ist, dass auch Seiten- und Stadtteilstandorte durch die Ansiedlung von Publikumsmagneten wie bspw. IKEA aufgewertet werden konnten.


Quelle: DG HYP

Die Mieten von Büroimmobilien legten in den sieben Top-Standorten von 2011 bis 2013 um rund 10 % zu, allerdings mit teils deutlichen Unterschieden. Frankfurt, Hamburg und Köln rangieren mit ca. 6 % am unteren Ende der Skala, während Düsseldorf, München und Stuttgart 14 bis 16 % Zuwachs erreichten. Das höchste Leerstandsniveau verzeichnet mit 12 % Frankfurt, auf Platz 1 liegt Stuttgart mit weniger als 5 %. Im Schnitt konnte die Leerstandsquote an allen sieben Standorten seit 2010 um zwei Prozentpunkte verringert werden.


Quelle: DG HYP

Trotz des verbreiteten Wohnungsmangels in Ballungszentren haben sich die Mietpreissteigerungen im Segment der Wohnimmobilien abgeschwächt, was sich nach Ansicht der Autoren fortsetzen dürfte. Obwohl der Anstieg der Mieten mit 1 % höher als die Inflationsrate ausfiel, wird weiteres Wachstum von der Budgetrestriktion der Haushalte begrenzt, die durch andere Faktoren wie Energie-, Wasser- und Abfallpreise zusätzlich belastet wurden. Das niedrige Zinsniveau trägt weiterhin dazu bei, dass ein Teil der Nachfrage nach Mietwohnungen in Eigentumsnachfrage umgewandelt wird.

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