21.04.2015 | Studie

Energiewende: Anlagemöglichkeiten für institutionelle Investoren

Die Chorus Gruppe hat in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr-Universität München eine Studie zur Relevanz alternativer Energien für institutionelle Investoren sowie zu möglichen Verbesserungen der Finanzierungsmöglichkeiten veröffentlicht. In der Studie wurden institutionelle Investoren mit insgesamt 764 Mrd. Euro Assets under Management befragt. 

Die Umfrage ergab, dass Planbarkeit, Sicherheit und die Stabilität der Erträge eine große Rolle bei den Investitionen in erneuerbare Energien spielen. Eine hohe Rendite wurde von den meisten Befragten nicht als Hauptgrund angegeben, obwohl institutionelle Investoren in Deutschland in diesem Bereich  eine Mindestrendite von rund 5,8 % fordern. Für den gesamten EU-Raum wird im Mittel eine Mindestrendite von 6,7 % angegeben, während sie in Nordamerika bei 7,2 % liegt. Des Weiteren eignen sich erneuerbare Energien als Diversifikationsmöglichkeit. Auffallend ist, dass eine umweltfreundliche Investition bei den meisten Befragten nur als Zusatznutzen genannt wird.


Quelle: Chorus

Den Autoren zufolge ist von einer steigenden Relevanz erneuerbarer Energien für institutionelle Investoren auszugehen. Zwei Drittel der Befragten, die bisher schon in erneuerbare Energien investiert haben, wollen ihren Anteil in diesem Bereich erhöhen. Für die meisten Investoren stellen jedoch politische Risiken sowie Regularien die größten Hemmnisse dar. Das Tarifsystem zur Einspeisung ist für den Großteil kaum relevant, für 64 % der Befragten spielt es überhaupt keine Rolle.


Quelle: Chorus

Die beliebtesten Anlagebereiche sind Windkraft und Photovoltaik, wobei Photovoltaik in den nächsten Jahren, den Autoren zufolge, an Beliebtheit verlieren dürfte. Wasserkraft wird hingegen zukünftig mehr Kapitalzuflüsse generieren.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
zurück