01.11.2017 | Märkte

Start der deutschen Nachhaltigkeitsinitiative H4SF

Mit dem Ziel eine nachhaltige Finanzwirtschaft in Deutschland weiter voranzubringen, haben sich im Sommer 2017 der Rat für Nachhaltige Entwicklung und die Deutsche Börse in dem sogenannten Hub for Sustainable Finance Germany, kurz H4SF zusammengeschlossen. Am 23. Oktober 2017 fand die Auftaktveranstaltung Sustainable Finance Gipfel Deutschland unter der Schirmherrschaft des Bundesfinanzministeriums in Frankfurt statt. Im Mittelpunkt stand die Diskussion der zehn Thesen des H4SF. Diese umfassen unter anderem folgende Themen: die Rolle der Politik als wichtigen Impulsgeber und Vorbildfunktion, geeignete Instrumente zur Finanzierung dringend benötigter Infrastruktur, Anpassungen der Gesetze und Regulierungen, Umsetzung eines integrierten Nachhaltigkeitsmanagement auf Unternehmensebene, nichtfinanzielle Berichterstattung, Berücksichtigung von ESG-Aspekten im Risikomanagement sowie aktives Engagement institutioneller Investoren. Im Anschluss der Auftaktveranstaltung sollen auf Basis des Thesenpapiers in Zusammenarbeit mit Marktakteuren und weiteren Anspruchsgruppen konkrete Vorschläge und Umsetzungen erarbeitet werden.

Grundlage des Thesenpapier sind unter anderem die folgenden Arbeitsergebnisse nationaler und internationaler Nachhaltigkeitsinitiativen:

-    Bericht der High Level Expert Group on Sustainable Finance der EU Kommission

-    PRI Roadmap für Deutschland

-    Living Document Sustainable Finance des Rates für Nachhaltige Entwicklung

-    Zielsetzung der Accelerating Sustainable Finance Initiative der Deutschen Börse

-    und die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures


Die Gremiumsmitglieder des H4SF sind derzeit: Prof. Dr. Alexander Bassen (Rat für Nachhaltige Entwicklung), Kristina Jeromin (Deutsche Börse), Michael Schmidt (Deka Investment und High-Level Expert Group on Sustainable Finance), Dustin Neuneyer (Principles for Responsible Investment), Dr. Velibor Marjanovic (KfW) und das hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. Der Hub steht außerdem m Dialog mit der Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Akteuren.




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