Staatsverschuldung und Inflation
In der Schriftenreihe "Strategie 2030", die in Zusammenarbeit von der Berenberg Bank und dem Hamburger WeltWirtschafts Institut herausgegeben wird, erschien kürzlich die achte Publikation, diesmal mit der anwachsenden Staatsverschuldung weltweit und der daraus resultierenden Inflation als Thema. Die Publikation stellt, wie die vorangegangenen, volks- und betriebswirtschaftliche Trends ebenso ausführlich wie anschaulich dar.
Quelle: Berenberg, HWWI (2009)
Laut der aktuellen Ausgabe führe eine Rezession bereits aufgrund sinkender Steuereinnahmen und steigender Transferausgaben zu einem Budgetdefizit. Gleichzeitig hätten die Staaten eine expansive Fiskalpolitik auf Schuldenbasis durchgeführt. Aufgrund der steigenden Staatsschulden steige auch die Zinsbelastung in der Zukunft. Gleichzeitig würden die impliziten Staatsschulden ebenfalls stark ansteigen. Diese entstehen aus Transferansprüchen in der Zukunft (z. B. Renten) denen unzureichende Mittel in der Zukunft gegenüberstünden.
Quelle: Berenberg, HWWI (2009)
Außerdem führten Staatsschulden zu Kreditverknappung im privatwirtschaftlichen Sektor und setzten Anreize für die Regierungen, sich durch Inflation oder Währungsreformen zu Entschulden. Möglichkeiten für Investoren, sich gegen diese Entwicklung abzusichern, böten sich daher in inflationsindexierten Anleihen und Sachwertinvestitionen in Immobilien, Farmland oder Wald.
Quelle: Berenberg, HWWI (2009)
Die Studie kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:
http://www.berenberg.de/publikationen.html