21.07.2016 | Studie

Staatsfonds zeigen wachsendes Interesse an Real Estate

Staatsinvestoren begegnen den aktuellen Herausforderungen auf den Kapitalmärkten u.a. mit einer Ausweitung ihrer alternativen Investments und verstärkten Allokationen in Frontier-Märkte und die USA. Zu diesen Ergebnissen kommt Invesco in einer Studie, für die 77 eigenständige Staatsfonds, öffentliche Pensionskassen, Zentralbanken und staatliche Ministerien weltweit zu ihrer Asset-Allokation befragt wurden.

Staatliche Investoren rechnen in 2016 mit einer besseren Jahresrendite als im Vorjahr, auch wenn diese unter dem Jahresziel liegen wird. Bei den Liability und Development Fonds fällt der Return Gap mit 1 % und 1,7 % am geringsten aus. Ein Großteil der Liability-Fonds, die ihren Standort außerhalb der USA haben, konnten durch Investitionen in US Anleihen von dem Wechselkurseffekt profitieren. Development-Fonds wiederum erzielten Returns aufgrund von Private-Equity-Engagements. 


Quelle: Invesco

Die Autoren stellen außerdem fest, dass sich der Anlagehorizont seit 2013 im Durchschnitt von 6,4 auf 7,6 Jahre verlängert hat. Die größte Ausweitung wurde bei den Liability Fonds erfasst. Entsprechend der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist der durchschnittliche Anleihen-Anteil innerhalb der letzten vier Jahre von 25 % auf 16 % abgesunken. Gleichzeitig stieg das Interesse an Alternative Investments seitens der Staatsinvestoren weiter an. Infrastruktur-Investments haben sich beispielsweise jährlich vergrößert, nehmen allerdings im Portfolio weiterhin nur etwa 2,8 % ein. Hervorzuheben ist die Entwicklung von Real Estate. Die Autoren verzeichneten innerhalb der letzten drei Jahre eine jährliche Wachstumsrate von rund 29 %.  


Quelle: Invesco

Gründe für das starke Interesse an Real Estate sind die Diversifikationseffekte und Renditewerte bei geringeren Ausführungsrisiken. Als Vorteile sehen die Staatsinvestoren außerdem das große Angebot an Projektentwicklern und Immobilienbetreibern sowie glaubwürdigen globalen Asset Managern. Zukünftig planen 67 % der Befragten ihre Investments in Global Real Estate und 64 % in Home Market Real Estate auszubauen.
Außerdem gewinnen der US-amerikanische Markt und die Frontier-Märkte zunehmend an Attraktivität für die Staatsinvestoren. Die USA zeichnet sich demnach durch eine anlagefreundliche Politik und erfolgsversprechende Anlagen im Infrastruktursektor aus. Die Zunahme der Investitionen in Frontier-Märkte wird durch die Produktionskapazitäten, die politische Stabilität und Qualität der Infrastruktur begründet.

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