Staatsfonds nutzen Multi-Asset-Strategie
Das Volumen von Staatsfonds (Sovereign Wealth Funds, SWFs) hat im Jahr 2008, nach Angaben der Researchfirma Preqin, trotz der Finanzkrise um 6% zugenommen und beträgt nun 3,22 Billionen US-Dollar. Zwar mussten Staatsfonds wie andere institutionelle Anleger größere Verluste in den Krisenmonaten hinnehmen, Neugründungen und Mittelzuflüsse durch die vorstehenden Staaten erhöhten jedoch insgesamt die Assets under Management.
Quelle: Preqin
Im Gegensatz zu anderen institutionellen Anlegern müssen Staatsfonds weder Anteilsrückgaben von externen Investoren, noch laufende Auszahlungsverpflichtungen berücksichtigen. Ihre Asset Allocation ist daher langfristig ausgerichtet und schließt illiquide Anlagen und Risikokapital mit ein. Dementsprechend verfolgen die meisten Staatsfonds eine ausgewogene Multi-Asset-Strategie, so die Studie. Rund die Hälfte der Fonds setzt dabei auch auf alternative Anlageklassen wie Infrastruktur (51%), Private Equity (49%) und Hedgefonds (38%).
Quelle: Preqin
Gleichzeitig nimmt die Bedeutung von SWFs bei Unternehmensbeteiligungen zu. Während ein Großteil der institutionellen Anleger in 2008 Beteiligungen liquidieren musste, nutzten Staatsfonds die günstigen Bewertungen für Investitionen und wirkten damit stabilisierend auf die Kapitalmärkte (vgl. hierzu Absolut|report News vom 06.11.2008: Staatsfonds bringen stabilisierenden Effekt in die Kreditkrise) Jünstes Beispiel ist die Beteiligung des Staasfonds Aabar des Emirats Abu Dhabi an der Daimler AG i. H. v. rund 2 Mrd. Euro.
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