Asset Allocation von Pensionkassen - weniger Aktien, mehr Alternatives
Das Beratungsunternehmen Watson Wyatt beleuchtet in einer aktuellen Pensionskassenstudie die 11 weltweit wichtigsten Märkte. Die verwalteten Pensionskassen-Assets betrugen Ende 2008 in diesen Ländern zusammengerechnet rund 20,4 Billionen US-Dollar. Dies entspricht rund 60% des BIPs dieser Länder. Insgesamt fiel das Vermögen um 20% auf das Niveau des Jahres 2005. Verantwortlich dafür zeichnet sich insbesondere die negative Entwicklung am Aktienmarkt im Zuge der Finanzkrise. Der verheerende Einfluss der Finanzkrise zeigt sich auch an den durchschnittlichen Wachstumsraten der Assets. Während diese in einem 10 Jahres Zeitraum bis Ende 2007 um 7,1% p.a. wuchsen, führten die Verluste in 2008 zu einer Abnahme der Wachstumsrate auf 3,7% p.a. Insgesamt kam es somit zu einem starken der Anstieg der Verbindlichkeiten, verglichen zu den Vermögenswerten. Während die Verbindlichkeiten zwischen 1998 und 2008 um 78% stiegen, stiegen die Assets lediglich um 13,6%.
Der größte Pensionskassenmarkt ist mit einem Vermögen von 12,4 Billionen US-Dollar der US-amerikanische Markt. Deutschland gehört mit einem Pensionskassenvermögen von 380 Mrd. US-Dollar zu den kleinsten Märkten der betrachteten Gruppe. Schweizer Pensionskassen weisen mit Assets in Höhe von 514 Mrd. US-Dollar ein wesentlich größeres Vermögen auf, als deutsche Pensionskassen. Auch ist die Bedeutung von Pensionskassen wesentlich ausgeprägter als in Deutschland. Während das Vermögen der deutschen Pensionskassen rund 10% des BIP ausmacht, beträgt das Schweizer Pensionskassenvermögen 104% des BIP.
Allerdings war Deutschland das einzige der betrachteten Länder, in dem auch 2008 ein Wachstum der Assets zu verzeichnen war. Während der durchschnittliche Verlust in lokaler Währung rund 15% betrug, wuchsen die Assets in Deutschland um 1,1%. Ein Grund hierfür könnte die konservative Anlagestrategie deutscher Pensionsfonds sein. Diese legen durchschnittlich 77% in Bonds aber nur 16% in Aktien an, während die US-amerikanische und britische Pensionskassen 45-50% in Aktien investieren. Schweizer Pensionskassen schlugen sich mit Verlusten von 10,6% ebenfalls besser als der Durchschnitt.
Quelle: Watson Wyatt
In einer tieferen Analyse der 7 größten Märkte, zeigt sich, dass Pensionsfonds in den Vergangenen zehn Jahren ihre Aktienquoten verringert und den Anteil alternative Assets erhöht haben. Neben den USA und Australien weisen Schweizer Pensionskassen mit 26% den höchsten Anteil alternativer Assets auf.