05.06.2026 | Absolut|performance

Spotlight: Hoher Ölpreis treibt Eurozonen-Inflation – Realrenditen unter Druck

Gestiegene Ölpreise im Zuge des Iran-Krieges haben die Inflation in der Eurozone in die Höhe getrieben. Im Mai stieg die Teuerung um 0,2 Prozentpunkte auf 3,2 %. In Deutschland fiel der Anstieg mit einem Plus von 2,7 % vergleichsweise moderat aus. Die für die Eurozone ausgewiesene Kerninflation, bereinigt um Energie und Lebensmittel, legte ebenfalls zu, wobei der Anstieg mit 0,3 Prozentpunkten auf 2,5 % sogar noch etwas höher ausfiel als bei der Gesamtinflationsrate. Diese Entwicklungen machen eine Erhöhung des Leitzinses bei der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank in der kommenden Woche zunehmend wahrscheinlich. Im Markt wird eine Erhöhung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte erwartet, möglicherweise gefolgt von einer zweiten Erhöhung nach dem Sommer, sollte das derzeit hohe Inflationsniveau nicht bis dahin zurückgegangen sein.

Bei der derzeitigen Inflationsrate liegt die Realrendite der deutschen Staatsanleihen für die meisten Laufzeitenbänder im negativen Bereich. Selbst 10-jährige Bundesanleihen weisen aktuell eine negative Realrendite in Höhe von 0,23 % p.a. auf. Lediglich 30-jährige Papiere rentieren im positiven Bereich.

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