Social Impact Bonds als gesellschaftsfördernde Anlagemöglichkeit
In einer Studie von Bridges Impact+, basierend auf Interviews mit 50 Experten für Social Impact Bonds (SIBs), werden die nötigen Rahmendaten für eine erfolgreiche Implementierung von SIBs dargestellt. SIBs sind Finanzierungsinstrumente für soziale Projekte. Ziel von SIBs ist es, die bisherigen Verträge zu Verbesserungsmaßnahmen im sozialen Bereich durch ergebnisorientierte Finanzierungen zu ersetzen, um die Ausgaben von Regierungen bzw. Spendern für fehlgeschlagene Änderungsansätze zu minimieren. Damit stellen SIBs Verträge zwischen Regierungen bzw. Spendern, Serviceleistern und Investoren dar. Letztere finanzieren die Serviceleister bei der Durchführung gesellschaftsfördernder Projekte und erhalten bei erfolgreicher Umsetzung eine Kostenerstattung plus Rendite von der Regierung bzw. den Spendern, was zu Innovationsanreizen und einer Verbesserung der Ergebnisse solcher Projekte führen soll.
Quelle: Bridges Impact+
Für die erfolgreiche Implementierung der SIBs ist ein objektiv messbarer Erfolg, wie beispielsweise die Senkung der Rückfallquoten von Straftätern, notwendig, um eine Auszahlung im Erfolgsfall zu garantieren. Investoren sollten Kontroll- und Eingreifmechanismen ähnlich denen von Venture-Capital-Gebern einführen, die die Serviceleister unterstützen. Die Kosten der Überwachung und Unterstützung müssen bereits vor einer Investition beachtet werden. Des Weiteren ist es wichtig, die Risiko-Rendite-Einstellung der Investoren mit dem erwarteten Gewinn abzugleichen. So ist es beispielsweise möglich, eine tranchierte Finanzierung umzusetzen, um die Anlage für fachfremde Investoren durch eine Senkung des Risikos attraktiver zu machen. SIBs stellen für institutionelle Investoren eine interessante Anlageklasse dar, da sie eine geringe Korrelation zu sonstigen Asset-Klassen aufweisen und Investoren sich zudem an der Umsetzung gesellschaftsfördernder Projekte beteiligen können.