Small Caps: risikoreiche Renditetreiber
Nachdem Small Caps schon in der Vergangenheit eine deutliche Outperformance gegenüber Large Caps erzielt haben, gibt es auch für die Zukunft Gründe, die für eine Fortsetzung dieses Trends sprechen. In einer aktuellen Studie von Allianz Global Investors wird die Performance der Nebenwerte untersucht und ein Ausblick auf deren mögliche zukünftige Entwicklung gegeben. Seit dem Jahr 2001 konnten die weltweiten Nebenwerte ihren Wert nahezu verdreifachen, während ein Investment in Blue Chips im gleichen Zeitraum lediglich eine Rendite von 80 % erbrachte. Die Outperformance der Small Caps wurde vor allem in Europa mit einem jährlichen Aufschlag von 6,3 Prozentpunkten erzielt, etwas schwächer lief das Segment in Nordamerika und Japan.
Quelle: Allianz Global Investors
Dennoch wurde die altbekannte Regel, dass sich hochkapitalisierte Werte in Krisenzeiten besser schlagen, in dieser Studie über die lange Frist bestätigt. Umgekehrt zeigen Small Caps gerade in Zeiten konjunkturellen Aufschwungs ihre Stärken. Abgesehen von Kursphantasien kann sich auch die Dividendenrendite einiger Titel sehen lassen: Zwar bieten globale Small Caps mit einer Dividendenrendite von rund 2 % im Jahr weniger als Large Caps, doch immerhin mehr, als sich mit langlaufenden Staatsanleihen erwirtschaften lässt.
Quelle: Allianz Global Investors
Schaut man sich auf Basis des KGV die Bewertung der Nebenwerte an, so erscheinen diese gegenüber den Blue Chips überbewertet. Ein Umstand, der jedoch auch in der Vergangenheit meist zutraf, was sich durch eine stärkere Zyklizität und eine bessere erwartete Performance dank Liquiditäts- und Risikoprämien erklären lassen kann. Daneben befinden sich Small Caps häufig in der Wachstumsphase und können überdurchschnittlich stark von M&A-Aktivitäten profitieren. Werden kleinere oder mittelgroße Unternehmen übernommen, fallen die Prämien in diesem Prozess in aller Regel deutlich höher aus als im Large-Cap-Segment