07.02.2006 | 

Selbsteinschätzung und Anlageverhalten institutioneller Anleger weichen voneinander ab

Institutionelle Anleger, insbesondere Stiftungen, verhalten sich in ihrer Anlagepolitik teilweise deutlich risikofreudiger als es ihrer Selbsteinschätzung entspricht. Das hat eine Studie zu Tage gefördert, die Union Investment zusammen mit der European Business School (ebs), und dem Institut für Kapitalmarktforschung und Finanzierung der LMU, München, durchgeführt hat. Weil in der Anlagepraxis nicht eindeutig zwischen Verlust- und Risikopräferenz unterschieden werde, so ein Ergebnis der Studie, sei die Gefahr groß, dass es zu Fehlallokationen komme. Asset Manager sollten Investoren bei der Ableitung dieser Präferenzen aus den Geschäftszielen unterstützen und ihr Produktangebot auf darauf hin anpassen.

Die Wissenschaftler Bernd Rudolph (Professor an der LMU, München)und Lutz Johanning (Professor an der ebs, Oestrich-Winkel) sowie Christian Funke (ebenfalls ebs) bauen ihre Studie auf einer Befragung von 195 institutionellen Anlegern wie Banken, Pensionskassen, Versicherungen, Unternehmen und Stiftungen auf, die ein Vermögen von insgesamt 1,22 Billionen Euro verwalten.

Eine weiteres Ergebnis der Befragung: Institutionelle Investoren vergeben hauptsächlich Mandate für aktives Management, wenn sie ihre Kapitalanlagen von Asset Managern verwalten lassen. Gleichzeitig erwarten sie von ihrem Asset Manager vor allem Expertise im Risikomanagement.

 

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