14.02.2017 | Märkte

Schweizer Stiftungssektor verzeichnet Zuwächse

Das Center for Philanthropy Studies (CEPS) der Universität Basel hat in einem umfangreichen Marktbericht, der Mitte 2016 veröffentlicht wurde, den Schweizer Stiftungssektor untersucht.

Die Gesamtzahl gemeinnütziger Stiftungen in der Schweiz belief sich Ende 2015 auf 13.075 mit einem Zuwachs von 335 Neugründungen. Dem gegenüber steht eine weiterhin relativ hohe Zahl an Liquidationen. 2015 wurden insgesamt 160 Stiftungen liquidiert, hiervon wurde bei 11 Stiftungen eine Fusion umgesetzt. Insgesamt ist aber im Zuge der Finanzmarkterholung sowie der Optimierung der Kapitalanlagen seitens der Stiftungen ein Rückgang der Liquidationen zu erkennen. Die höchsten Zuwachsraten konzentrieren sich in den Städten und regionalen Zentren, wie im Kanton Zürich (2015: 61 Neugründungen) und im Kanton Genf (2015: 50 Neugründungen).

Das Stiftungsvermögen ist auf einige große und viele kleine Stiftungen relativ ungleich verteilt. Eine Untersuchung von 1.205 Stiftungen hat ergeben, dass sich das Stiftungsvermögen auf insgesamt 3,2 Mrd. CHF beläuft. Dabei wird von 50 % der Stiftungen lediglich 2,3 % des Vermögens gehalten und 1 % verfügen über 19,4 % des Gesamtvermögens. Es bestätigt sich der Grundsatz, dass 80 % der Stiftungen ein Vermögen von weniger als 3 Mio. CHF besitzen und 50 % für Förderungsaktivitäten jährlich auf weniger als 30.000 CHF zurückgreifen können.


Quelle: CEPS

Obwohl kleine Stiftungen niedrigere Verwaltungskosten als große Stiftungen aufweisen, verändert sich die Effizienz, sobald die Verwaltungskosten in Relation zum Stiftungsvermögen gesetzt werden. Die Verwaltungskosten kleiner Stiftungen belaufen sich dann auf 2,6 % und bei großen Stiftungen lediglich auf 0,3 %. Ein Hauptgrund hierfür sind die höheren Kosten bei der Vermögensverwaltung für kleinere Stiftungen. Hier können laut der Autoren Fusionen unter Umständen hilfreich sein.


Quelle: CEPS
 
Mit der steigenden Bedeutung nachhaltigkeitsorientierter Kapitalanlagen, hat sich auch der Blick auf die Konsistenz zwischen Fördertätigkeit und Anlagetätigkeit von Stiftungen verschärft. In der Schweiz wird von den Stiftungen mit ca. 6 %  ein noch relativ kleiner Anteil an nachhaltigkeitsorientierten Assets gehalten. Die Tendenz ist hier allerdings stark steigend.


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