Schweizer Pensionskassen mit Verlusten
Die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen realisierten im Jahr 2008 einen durchschnittlichen Verlust von 13,5%, keine Einrichtung konnte eine positive Performance erzielen. Dementsprechend sei die Stimmung in der Branche pessimistisch, die insbesondere den Finanzsektor für den Ausbruch der Finanzkrise verantwortlich macht. Dies sind Ergebnisse der halbjährlich durchgeführten Swiss Institutional Survey von Lusenti Partners LLC. Die Studie besteht dem periodisch erscheinenden Teil zu Deckungsgraden, Asset Allocation und Performance und dem zweiten Teil, der Meinungen und Maßnahmen aufgrund der Finanzkrise erfasst.
Quelle: Lusenti Partners
Die hohen Verluste seien auf Kurseinbrüche in praktisch allen Anlageklassen, besonders bei Aktien, zurückzuführen. So lagen die Verluste in Aktien (ex Schweiz) bei 43,8% und bei ausländischen indirekten Immobilienanlagen bei 27%. Auch alternative Anlageklassen blieben vor Verlusten nicht verschont und verloren 18% (Hedgefonds) und 13% (Private Equity). Positive Ergebnisse erzielten hingegen Anleihen.
Quelle: Lusenti Partners
Bei der Asset Allocation dominieren festverzinsliche Produkte mit rund 50% das Portfolio. Immobilien sind mit 19%, Aktien mit 22% vertreten. Hedgefonds (3,78%), Private Equity (1,19%) und Rohstoffe (1,05%) nehmen nur einen geringen Portfolioanteil ein. Interessant ist, dass sich die Umfrageteilnehmer kaum positive Effekte von einer Änderung der Asset Allocation versprechen. Dementsprechend werden hier kaum Verschiebungen erwartet. Stattdessen werden Absicherungsmechanismen für Zinsen, Währungen und Aktien als vorteilhaft angesehen.
Quelle: Lusenti Partners