02.01.2009 | 

Schweizer Branchenverband analysiert Hedgefonds während der Finanzkrise

Im Rahmen eines Medienanlasses Anfang Dezember 2008 in Zürich informierte der Branchenverband der schweizer Fondsbranche, die Swiss Funds Association (SFA), über die aktuelle Entwicklung von Hedgefonds. Dr. Philipp Cottier, Board Member Harcourt und Vorsitzender des Business Council des SFA-Fachauschusses Alternative Investments, zeigte, wie sich Hedgefonds in der aktuellen Finanzmarktkrise behauptet haben. Felix Oegerli, Leiter Prime Finance Zürcher Kantonalbank, ging auf die erhöhte Bedeutung von Securities Lending und Short Selling für das Funktionieren der Finanzmärkte ein. Und Dr. Matthäus Den Otter, Geschäftsführer SFA, erläuterte die Position des Verbandes zu aktuellen Forderungen an die Hedgefonds-Branche.

Einige Erfahrungswerte kristallisierten sich bei den Rednern heraus. So stiegen die Korrelationen der meisten Hedgefonds-Strategien während der Krise rapide an. Dies scheint ein allgemeines Zeichen abrupter Marktdislokationen zu sein. Auch alternative Strategien konnten sich nicht dem Vertrauensverlust an den Märkten und der daraus folgenden Illiquiditätsfalle entziehen. Darüber hinaus wiesen Gegenparteien wie Prime Broker und Custodians während Krisenzeiten ein erhöhtes Ausfallrisiko auf. Dadurch werde operationelles Risikomanagement und operationelle Diversifikation zu einem neuen Eckpfeiler im Hedgefonds-Management.

Für die Mehrzahl der Hedgefonds und Dach-Hedgefonds wird ein negatives Jahresergebnis 2008 erwartet. Allerdings bietet die momentane Marktbereinigungsphase auch ein attraktives Umfeld für alternative Investmentstrategien. In der Vergangenheit konnten Hedgefonds gerade in Erholungsphasen besonders attraktive Renditen erzielen. Diese erwartet die SFA insbesondere für Managed Futures, Global Macro und Distressed Fonds. Probleme könnten aufgrund der anhaltenden Liquiditätsknappheit weiterhin bei Strategien mit einem hohen Leverage-Einsatz bestehen.

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