07.11.2017 | Studie

Schweiz: Pensionskassen passen Asset-Allokation an

Complementa hat in einer Studie 412 Pensionskassen in der Schweiz mit einem Anlagevolumen von 563,1 Mrd. CHF zur aktuellen Lage der Pensionsbranche befragt. Demnach ist Ende August die Rendite auf 3,8 % angestiegen und liegt somit über dem langjährigen Durchschnitt. Somit hat auch der Deckungsrad im August durchschnittlich 106,8 % erreicht und ist in den letzten 5 Jahren um 8,2 Prozentpunkte gewachsen. Insgesamt ist der Anteil der Pensionskassen mit einer Unterdeckung in den letzten Jahren gesunken. Dennoch müssen weiterhin Reserven aufgebaut und ein Teil der Rendite für Pensionierungsverluste verwendet werden.


Quelle: Complementa

Aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds passen die Pensionskassen neben Leistungskürzungen auch weiterhin ihre Asset-Allokation an. Zulasten von Anleihen nehmen Aktien und Immobilien deutlich zu, die seit dem Jahr 2000 einen neuen Höchststand verzeichnen. Außerdem sinkt innerhalb der Anleihen der Anteil CHF-denominierter Titel zugunsten von Fremdwährungsforderungen.


Quelle:  Complementa

Ebenso gewinnen Alternatives an Bedeutung und steigen auf einen Anteil im Portfolio von 9,2 % an.

Zu den größten aktuellen Herausforderungen der schweizerischen Pensionskassen zählt dementsprechend das Niedrigzinsumfeld (95 %), gefolgt von demografischen Veränderungen (80 %), der Umverteilung von Aktiven zu Rentnern (74 %) und regulatorischen Forderungen (70 %). Hinsichtlich der Regulierung empfinden 24 % der Befragten diese als zweckdienlich, während 76 % darin eher ein Hindernis sehen. Dennoch sind 63 % der Pensionskassen überzeugt, auf die aktuellen Herausforderungen gut vorbereitet zu sein.


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