Schweiz etabliert sich als Standort für Single-Hedgefonds
Zum zweiten Mal veröffentlichte die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) eine umfangreiche Studie zum Schweizer Markt für Einzel-Hedgefonds. Die Studie geht auf die Entwicklung der Hedgefonds am Finanzplatz Schweiz ein und erläutert das regulatorische Umfeld. Der Marktanteil der Schweiz für Einzel-Hedgefonds in Europa liegt demnach bei 4 %, womit sich das Land auf Platz drei hinter Großbritannien und Schweden befindet. Die größten Manager des Landes sind Jabre Capital, Credit Suisse, Amplitude Capital und Pictet. Der Marktanteil bei Dach-Hedgefonds liegt hingegen bei 30 %. Die wesentliche Ursache für diesen Unterschied liege laut der Studie in der Verlegung von Investmentbanking-Aktivitäten nach Großbritannien, wodurch London die bessere Infrastruktur biete.
Quelle: ZHAW
Hinsichtlich der Größe der Fonds zeigt die Studie, dass etwa 60 % der schweizer Hedgefonds als klein einzustufen sind, mit Assets under Management von weniger als 100 Mio. Schweizer Franken, obwohl diese wiederum das gesamte Strategiespektrum der Hedgefonds-Welt abdecken.
Deutliche Veränderungen gab es in der Zusammensetzung der Investoren. Der Anteil institutioneller Anleger hat sich auf 40 % verdoppelt, der Anteil der Dachfonds blieb mit 12 % auf dem im Vergleich zum internationalen Durchschnitt niedrigen Niveau des Vorjahres. 58 % der Investoren kommen aus der Schweiz, 34 % aus dem übrigen Europa. Der Anteil der Investoren aus dem Rest der Welt ist mit 8 % ebenfalls relativ gering.
Quelle: ZHAW
Persönliche Gründe und die hohe Lebensqualität sind überraschenderweise die Hauptgründe für Fondsmanager, die Schweiz als Domizil zu wählen, gefolgt von der steuerlichen Situation und dem regulatorischen Umfeld.