21.09.2010 | Studie

Performance deutscher Stiftungen während der Finanzkrise

Die deutschen Stiftungen sind stabil durch die Finanzkrise gesteuert. Dies ergab die Studie "Stiftungen und Finanzkrise: Eine repräsentative Umfrage" des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen (BVDS). Für die Studie wurden die Antworten von 388 Stiftungen ausgewertet. Demnach gaben 60 % der Befragten an, ihre ordentlichen Erträge hätten zugenommen oder seien gleich geblieben, bei den außerordentlichen Erträgen wie Kursgewinnen waren es sogar 76 %.
Realisierte Vermögensverluste waren bei 19 % aufgetreten, Buchwertverluste bei 30 %. Die rechtlich bedingte, risikoaverse Anlagestrategie der deutschen Stiftungen sorgte somit während der Krise für stabile Stiftungsportfolios.


Quelle: BVDS

Der Großteil der Asset Allocation der Studienteilnehmer besteht mit 55 % aus Anleihen. Immobilien nehmen 14 % ein, Aktien 7 %, Sonstige Anlagen sind mit 24 % angegeben, wobei laut der Studie weitgehend im Dunkeln liegt, welche Anlageformen sich darunter verbergen und ob sie nicht einer der genannten Asset-Klassen zuzuordnen sind.
Alternative Investments werden noch nicht umfassend genutzt. 22 % der Stiftungen gab an, nachhaltige Investments durchzuführen, 13 % investieren in Private Equity, 11 % in Rohstoffe, 5 % in REITs und 4 % in Hedgefonds. Über den Anteil der alternativen Asset-Klassen an der Asset Allocation wurde nichts bekannt.




Quelle: BVDS

Die durchschnittlichen Renditen lagen im Jahr 2007 bei 4,31 %, in 2008 bei 3,65 % und in 2009 bei 3,68 %, wobei nicht alle Stiftungen Angaben gemacht haben. Überraschenderweise führen nur ein Drittel der Stiftungen ein Risikomangagement durch. Auch lehnen 87 % ein Pooling der Vermögen für eine bessere Asset Allocation ab. Hier besteht möglicherweise Verbesserungsbedarf der Angebotsseite.

Die Studie ist Bestandteil des aktuellen Stiftungsreport 2010/11, den interessierte Leser direkt beim Bundesverband Deutscher Stiftungen beziehen können.

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