23.06.2009 | BVK-Statistik

Rückgang bei Private-Equity-Investitionen

Die Private-Equity-Investitionen in Deutschland sind im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Das berichtet der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) in seiner aktuellen Statistik.  Die Private-Equity-Investitionen in deutsche Unternehmen erreichten nur 301 Mio. Euro, ­ rund drei Viertel weniger als im ersten Quartal 2008 mit 1,5 Mrd. Euro. Grund für das stark zurückgegangene Volumen sind in erster Linie Buyouts, die auf 89,9 Mio. zurückgegangen sind. Insbesondere große Transaktionen fehlen fast völlig. Dagegen zeigen sich die Investitionen im Gründungsbereich vergleichsweise stabil. Dies gilt auch für die Zahl der insgesamt finanzierten Unternehmen, die weit weniger stark zurück gegangen ist als das Investitionsvolumen. Mit 303 finanzierten Unternehmen blieb das erste Quartal 2009 zwar unter dem Wert des Vorquartals (406), lag aber fast gleichauf mit dem ersten Quartal 2008 (315).


Quelle: BVK

Im ersten Quartal 2009 haben deutsche Beteiligungsgesellschaften erstmals seit dem zweiten Quartal 2007 wieder mehr Kapital im Ausland investiert als ausländische Gesellschaften in Deutschland. Von den hierzulande investierten 301 Mio. ? kamen 250 Mio. ? von in Deutschland ansässigen Gesellschaften und 51 Mio. ? von ausländischen. Mit 85 Mio. ? finanzierten deutsche Beteiligungsgesellschaften im Gegenzug Unternehmen im Ausland
Der BVK führt an, dass die Nachfrage nach Buyouts und Mittelstandsfinanzierungen weiterhin sehr hoch sei, aufgrund fehlender Kreditlinien und hoher Fremdkapitalkosten viele Transaktionen allerdings nicht finanziert werden könnten.

Bei den Exits wird deutlich, dass nur rund 110 Mio. Euro an Unternehmensteilen erfolgreich platziert werden konnten. Weitere 73,76 Mio. endeten mit Totalverlust. Erstemissionen fanden nicht statt.


Quelle: BVK

Für das laufende Jahr erwarte die Branche keine umfassende Markterholung, allerdings scheint sich die Krisenstarre mittlerweile gelöst zu haben, so dass wieder steigende Investitionen erwartet werden können, so der BVK.

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